Zwischen Laken und Seufzern

Von Tonkix
Zwischen Laken und Seufzern
**Zwischen Laken und Seufzern** Das Industrie-Loft roch nach frischer Farbe und gealtertem Holz, ein Duft, der sich mit dem süßen Parfüm der schwarzen Tulpen vermischte, die in mattierten Glasvasen auf den hohen Tischen standen. Die unverputzten Backsteinwände absorbierten das bernsteinfarbene Licht der Spotlights und warfen lange Schatten, die tanzten, während die Gäste sich bewegten, Weingläser in den Händen, ihr Lachen von der Klaviermusik gedämpft, die wie Rauch durch die Luft schwebte. Es war eine dieser Nächte, in denen São Paulo den Atem anzuhalten schien, als wüssten sogar die umliegenden Gebäude, dass etwas kurz bevorstand. Lucas rückte seine feine Brillenfassung zurecht, die Finger streiften das Metallgestell, als bräuchte er einen Halt. Er war kein Mann für Vernissagen – eigentlich war er kein Mann für Menschenmengen –, doch die Einladung war von einem alten Kunden gekommen, einem Kunstsammler, der darauf bestanden hatte, dass er *unbedingt* die Fotoserie von Clara Viana sehen müsse. *„Sie fängt das Unsichtbare ein“*, hatte der Mann mit einem Lächeln gesagt, das Lucas nicht zu deuten wusste. Nun stand er in der Nähe des Snacktisches und beobachtete die anderen Gäste mit der Diskretion eines Mannes, der es vorzog, zu beobachten, statt beobachtet zu werden. Er fragte sich, ob das Unsichtbare nicht genau das war, was er in den letzten Monaten zu ignorieren versucht hatte: das Gefühl, dass etwas – oder jemand – fehlte. Dann sah er sie. Clara tauchte aus einer Gruppe von Menschen auf, als wäre sie aus demselben Stoff wie das Licht, das sie umgab: intensiv, fast flüssig. Sie trug ein schwarzes Kleid, eng genug, um die Kurven ihrer Hüften und den Umriss ihrer Brüste zu betonen, doch locker um die Oberschenkel, als forderte sie jeden heraus, zu erraten, was darunter lag. Ihr Haar, eine Kaskade dunkler Wellen, fiel über ihre Schultern, und als sie über etwas lachte, das eine Frau neben ihr sagte, war der Klang so lebendig, dass Lucas für einen Moment die Luft wegblieb. Sie war nicht nur schön – sie war *magnetisch*, die Art von Frau, die selbst die Wände dazu brachte, sich in ihre Richtung zu neigen. Sie drehte sich um, als spürte sie das Gewicht seines Blicks, und ihre Augen – grün, fast golden im Licht – trafen die seinen. Es gab kein sofortiges Lächeln, keinen höflichen Gruß, wie ihn Menschen bei solchen Veranstaltungen austauschten. Stattdessen musterte sie ihn mit unverhohlener Neugier, als wäre er ein Foto, das sie noch nicht entschieden hatte, ob sie es entwickeln oder zerreißen würde. Lucas spürte, wie ihm die Hitze in den Nacken stieg, doch er wich nicht aus. Etwas in ihm, das lange geschlafen hatte, regte sich. — Du starrst — sagte eine Stimme neben ihm. Lucas zuckte zusammen und drehte sich zu der Frau um, die gesprochen hatte: eine Brünette mit kurzem Haar und rotem Lippenstift, die ein Weinglas mit der Vertrautheit einer Frau hielt, die Clara schon seit Jahren kannte. — Entschuldige, ich… — begann er, doch die Frau lachte, ein leichter, amüsierter Klang. — Du musst dich nicht entschuldigen. Sie *mag* es, angestarrt zu werden. — Sie neigte den Kopf und musterte ihn. — Du bist der Architekt, oder? Der vom Projekt dieses Hauses in Alphaville? — Lucas — er streckte die Hand aus, erleichtert, etwas Konkretes sagen zu können. — Ja, der bin ich. — Mariana. — Sie schüttelte seine Hand, ihre Finger kühl vom Kontakt mit dem Glas. — Clara hat von dir gesprochen. — Hat sie? — Die Überraschung ließ seine Stimme höher klingen als beabsichtigt. Mariana lächelte, als wüsste sie ein Geheimnis. — Sie sagte, du hättest Hände wie ein Pianist. — Bevor er antworten konnte, entfernte sie sich und ließ ihn mit dem halb leeren Glas und dem Gefühl zurück, ohne Vorwarnung in tiefe Gewässer geworfen worden zu sein. Lucas suchte Clara erneut mit den Augen. Sie stand in der Nähe eines der Fotos – ein Schwarz-Weiß-Bild einer Frau von hinten, das nasse Haar an der Haut klebend, der Körper in Dampf gehüllt –, doch nun blickte sie direkt zu ihm. Die Neugier in ihrem Blick war verschwunden. Stattdessen lag dort *Hunger*. Er wusste nicht, wie lange er dort stand, erstarrt, bis sie sich in seine Richtung bewegte. Jeder ihrer Schritte schien den Raum zwischen ihnen zu berechnen, als würde die Luft selbst sich bei ihrem Durchgang verdichten. Als sie weniger als einen Meter entfernt stehen blieb, roch Lucas ihr Parfüm – etwas Zitrusartiges mit einem Hauch von Gewürzen, als wäre sie gerade von einer Reise nach Marokko zurückgekehrt. — Also bist du der Architekt — sagte sie, die Stimme leise, fast ein Flüstern. — Derjenige, der Häuser für Menschen entwirft, die nie darin wohnen. Lucas blinzelte, überrascht. — Woher weißt du das? — Mariana hat es mir erzählt. — Sie neigte den Kopf, die Lippen zu einem langsamen Lächeln verzogen. — Aber ich wusste es schon. — Wie? — Weil du aussiehst wie jemand, der schöne Dinge baut, nur um zu beweisen, dass er es kann. — Sie streckte die Hand aus, die Finger streiften leicht sein Handgelenk, als testete sie die Textur seiner Haut. — Und dann gehst du weg, bevor jemand merkt, dass du auch darin wohnen willst. Lucas spürte die Berührung wie einen elektrischen Schlag. Es war kein Händedruck, kein formelles Begrüßen. Es war eine Einladung. Oder vielleicht eine Herausforderung. — Und du? — brachte er mit rauer Stimme hervor. — Was fotografierst du? — Was die Menschen zu verbergen versuchen. — Sie trat noch einen Schritt näher, der Stoff ihres Kleides streifte sein Bein. — Wie diese Art, mich anzusehen, als wolltest du mich auseinandernehmen und sehen, wie ich funktioniere. Er hätte lachen sollen. Er hätte etwas Geistreiches sagen sollen, etwas, das die Spannung gelöst hätte. Doch alles, was er tun konnte, war, den Atem anzuhalten, als sie die Hand hob und mit der Fingerspitze eine imaginäre Linie von seinem Kinn bis zum Schlüsselbein nachzeichnete, als würde sie die Umrisse von etwas zeichnen, das nur sie sah. — Du zitterst — murmelte sie. — Tue ich das? — Ein wenig. — Sie lächelte zufrieden. — Das gefällt mir. Die Musik wechselte. Eine langsamere, intimere Melodie erfüllte den Raum zwischen ihnen. Clara wich nicht zurück. Stattdessen beugte sie sich vor, die Lippen fast sein Ohrläppchen berührend, als sie flüsterte: — Mal sehen, wie lange du es aushältst, bevor du mich küsst. Und dann, als wäre nichts geschehen, drehte sie sich um und ging zurück zur Gruppe der Gäste, während Lucas dort stehen blieb, das Herz so laut schlagend, dass er sicher war, alle im Loft könnten es hören. Das Loft war nun voller, Körper bewegten sich zwischen den beleuchteten Bildern wie tanzende Schatten. Der Wein hatte eine süße Spur auf Lucas’ Zunge hinterlassen, doch nichts im Vergleich zu dem Geschmack, den er sich auf Claras Lippen vorstellte – etwas Warmes, leicht Säuerliches, wie überreife Früchte. Sie war zwischen den Gästen verschwunden, doch er spürte sie. Er musste sie nicht sehen, um zu wissen, wo sie war; es war, als würde die Luft um sie herum in einer anderen Frequenz vibrieren, etwas, das nur er wahrnahm. Dann fand er sie wieder, wie sie vor einem Schwarz-Weiß-Foto stand: eine Nahaufnahme verschränkter Hände, lange Finger mit blutroten Nägeln. Das Bild war so intim, dass es wie eine Einladung wirkte. Clara blickte ihn nicht an, doch sie neigte leicht den Kopf, als wüsste sie, dass er da war. — Glaubst du, das ist echt? — fragte sie, die Stimme leise, fast von der Musik verschluckt. Lucas trat näher, seine Schulter streifte die ihre. Der dünne Stoff ihres Kleides berührte seinen Arm, und er spürte die Wärme ihrer Haut durch das Leinen seines Hemdes. — Was? — Was diese Hände gefühlt haben. — Sie hob ihre eigene Hand, die Finger bewegten sich in der Luft, als testeten sie die Textur von etwas Unsichtbarem. — Ob es Liebe war. Oder nur Begierde. Er hielt den Atem an. Ihr Duft – Orangenblüte und etwas Dunkleres, wie verbranntes Holz – umhüllte ihn, als sie sich zu ihm umdrehte. Ihre Augen glänzten im gelblichen Licht der Lampen, zwei schwarze Teiche, in denen er ertrinken könnte. — Und du? — murmelte er. — Was *glaubst* du? Clara lächelte, ein Mundwinkel hob sich langsam. Sie antwortete nicht. Stattdessen streckte sie die Hand aus und berührte mit der Fingerspitze das Foto, zeichnete die Umrisse der verschränkten Finger nach. Lucas folgte der Bewegung, hypnotisiert, bis ihr Finger das Bild verließ und ohne Vorwarnung über den Handrücken strich. Es war eine minimale Berührung. Fast unmerklich. Doch es war, als würde ein elektrischer Strom durch ihn fahren, seine Muskeln sich zusammenziehen lassen. Er konnte das Kribbeln nicht unterdrücken, das seinen Rücken hinablief, noch die Art, wie sich seine Finger unwillkürlich krümmten, als wollten sie die ihren packen. Clara wich nicht zurück. Im Gegenteil: Sie lehnte sich noch näher, ihre Hüfte streifte fast die seine, und flüsterte: — Hast du das gespürt? Er schluckte trocken. Seine Kehle war wie ausgedörrt, doch die Worte kamen, bevor er sie aufhalten konnte. — Als hättest du mich gezeichnet. Sie lachte leise, ein rauer Klang, der seinen Magen zusammenzog. — Vielleicht habe ich das. Das Loft war voll, doch plötzlich schien es, als gäbe es nur sie beide. Die anderen Gäste waren nur noch Schatten, ferne Stimmen, die sich mit dem Summen seines Blutes in den Ohren vermischten. Clara trat noch näher, bis der Stoff ihres Kleides seine Hose streifte und er die Wärme ihres Körpers spüren konnte, die sanfte Kurve ihrer Hüfte, ihren beschleunigten Atem, der gegen seine Brust schlug. — Du siehst mich an, als wolltest du mich verschlingen — sagte sie, die Lippen so nah an seinem Ohrläppchen, dass er ihren warmen Atem spürte. — Und du genießt es. Es war keine Frage. Sie leugnete es nicht. Stattdessen biss sie sich leicht auf die Unterlippe, die weißen Zähne in das rosige Fleisch gruben, und er musste die Fäuste ballen, um sie nicht sofort an sich zu ziehen. — Du bist gefährlich, Lucas — murmelte sie. — So still, so beherrscht… aber ich sehe das Feuer hinter deinen Augen. Er konnte nicht antworten. Nicht, als sie die Hand wieder hob und diesmal keine zufällige Berührung war. Ihre Finger glitten seinen Arm hinab, langsam, absichtlich, als würde sie die Textur seiner Haut, den Umriss der Muskeln unter dem Hemd auswendig lernen. Als sie sein Handgelenk erreichte, hielt sie inne, der Daumen drückte leicht auf die pochende Ader dort. — Dein Herz rast — stellte sie zufrieden fest. — Deins auch. Sie leugnete es nicht. Stattdessen trat sie noch näher, bis ihre Brüste seine Brust streiften und er die harten Brustwarzen durch den dünnen Stoff ihres Kleides spüren konnte. Ihr Duft umhüllte ihn, intensiver jetzt, vermischt mit dem Aroma von Wein und dem leichten Schweiß, der zwischen ihnen aufstieg. — Clara… — begann er, doch sie unterbrach ihn mit einer Geste. — Pssst. — Ihre Finger glitten zu seinen Lippen, zeichneten den Umriss seines Mundes nach. — Verdirb das nicht mit Worten. Er wollte nicht gehorchen. Er wollte ihr sagen, dass es nicht nur Begierde war, dass es etwas gab, das ihn genauso sehr ängstigte wie anzog. Doch dann beugte sie sich vor, und für einen Moment dachte er, sie würde ihn küssen. Stattdessen blieb sie einen Zentimeter vor seinen Lippen stehen, die Augen auf seine gerichtet, herausfordernd. — Willst du? — flüsterte sie. Er musste nicht fragen, was. Er wusste es bereits. — Mehr als alles andere. Sie lächelte siegreich und wich gerade so weit zurück, dass er die Abwesenheit ihrer Körperwärme wie eine physische Leere spürte. — Dann beweis es. Es war eine Herausforderung. Ein Spiel. Und er war mehr als bereit, mitzuspielen. Lucas hob die Hand und umfasste mit den Fingerspitzen ihr Kinn, neigte ihr Gesicht nach oben. Sie leistete keinen Widerstand. Im Gegenteil: Sie schloss die Augen und stieß einen leisen Seufzer aus, fast ein Stöhnen, als er seine Lippen über die ihren strich – kein Kuss, noch nicht, nur eine Berührung, ein Versprechen. — So? — murmelte er gegen ihren Mund. — Fast. Sie öffnete die Augen, und die Intensität ihres Blicks raubte ihm den Atem. Dann, bevor er reagieren konnte, packte sie seinen Nacken und zog ihn an sich, presste ihre Lippen mit einer Dringlichkeit auf seine, die ihn überraschte. Es war ein hungriger, verzweifelter Kuss, als wären beide am Verdursten und hätten erst jetzt Wasser gefunden. Ihre Zunge drang in seinen Mund ein, heiß und feucht, erkundete jeden Winkel, und er stöhnte gegen ihre Lippen, die Hände instinktiv zu ihrer schmalen Taille gleitend, sie an sich ziehend. Ihr Körper schmiegte sich an seinen, weich und fest zugleich, und er spürte, wie sich ihre Hüfte in seine schmiegte, als wären sie füreinander gemacht. Für einen Moment vergaßen sie, wo sie waren. Sie vergaßen die Gäste, das Licht, die ganze Welt. Es gab nur sie beide und diesen Kuss, der sie zu verschlingen schien. Es war Clara, die sich zuerst zurückzog, die Lippen geschwollen und feucht, die Augen dunkel vor Verlangen. — Verdammt — flüsterte sie mit rauer Stimme. — Das war… — Notwendig — beendete er, der Atem genauso schnell wie der ihre. Sie lachte, doch es war ein angespannter, fast nervöser Klang. — Wir müssen hier raus. Er widersprach nicht. Nicht, wenn jede Zelle seines Körpers danach schrie, sie an einen Ort zu bringen, an dem sie fortsetzen konnten, was sie begonnen hatten. Doch dann nahm sie seine Hand, ihre Finger verschränkten sich mit seinen, und zog ihn zurück in die Menge. — Zuerst beenden wir die Ausstellung — sagte sie mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. — Danach entscheiden wir, was wir mit dem Rest der Nacht anfangen. Lucas war sich nicht sicher, ob er so lange warten konnte. Die Nacht hatte dieses feuchte Gewicht der Stunden, die sich über das Erwartete hinaus dehnen, wenn die Luft aus Samt zu bestehen scheint und jeder Atemzug das Echo von etwas Unausgesprochenem trägt. Die Straßen der Innenstadt, nun verlassen, spiegelten das gelbliche Licht der Laternen in Pfützen alten Regens wider, während Lucas und Clara Seite an Seite gingen, die Schultern sich fast berührend, als wäre der Raum zwischen ihnen eine zu dünne Grenze, um respektiert zu werden. Clara hatte ihre High Heels ausgezogen und hielt sie in einer Hand, während die andere frei schwang, die Finger gelegentlich die seinen streifend, in einer beiläufigen Geste, die niemanden täuschte. Der Asphalt war kalt unter ihren nackten Füßen, doch es schien sie nicht zu stören. Tatsächlich schien sie diese Empfindung zu genießen – den Kontrast zwischen der Hitze, die noch von ihrer Haut ausstrahlte, und der Kühle der Nacht. — Läufst du immer barfuß durch die Straßen? — fragte Lucas, die Stimme leise, als fürchte er, den Zauber dieses Spaziergangs zu brechen. Sie lächelte und neigte den Kopf, um ihn anzusehen. — Nur, wenn ich es eilig habe, irgendwohin zu kommen. Er lachte, doch der Klang verhallte schnell, verschluckt von der Stille um sie herum. *Eile*. Das Wort hallte zwischen ihnen wider, voller Bedeutungen. Er spürte dasselbe – eine Dringlichkeit, die nichts mit schnellen Schritten zu tun hatte, sondern mit dem Bedürfnis, jeden Moment zu verlängern, die Zeit zu dehnen, bis sie elastisch, formbar wurde, fähig, alles zu enthalten, was sie noch nicht getan hatten. — Und wohin haben wir es so eilig? — neckte er, obwohl er die Antwort kannte. Clara blieb plötzlich stehen und drehte sich zu ihm um, mit einem Funkeln in den Augen, das reine Herausforderung war. Der Wind wirbelte ihr Haar durcheinander, ließ es über ihre Schultern tanzen, und für einen Moment dachte Lucas daran, wie es wäre, seine Finger durch diese Strähnen gleiten zu lassen, ihre Textur zu spüren, sie leicht zu ziehen, während er sie küsste. — Zu meiner Wohnung — sagte sie einfach. — Es sei denn, du möchtest weiterlaufen, bis die Sonne aufgeht. Er antwortete nicht mit Worten. Stattdessen nahm er ihre Hand, verschränkte seine Finger mit ihren und zog sie vorwärts, beschleunigte den Schritt. Clara lachte, ein leichter, triumphierender Klang, und rannte neben ihm her, ihre nackten Füße klatschten im Takt auf den Boden, der wie Musik klang. Ihr Gebäude war eines dieser alten Häuser mit unverputzter Backsteinfassade und einer eisernen Treppe, die bei jedem Schritt quietschte. Clara ging voran, die Hüften wiegten sich mit einer Natürlichkeit, die seinen Mund trocken werden ließ. Er folgte ihr dicht auf den Fersen, so nah, dass er den Duft ihres Parfüms riechen konnte – etwas Zitrusartiges mit einem Hauch von Vanille und warmer Haut. Mit jedem Schritt wuchs die Spannung zwischen ihnen, wie ein Seil, das bis zum Zerreißen gespannt wurde. Im dritten Stock blieb sie vor einer dunklen Holztür stehen, übersät mit Reiseaufklebern und kleinen Kritzeleien mit Kugelschreiber. Während sie in ihrer Tasche nach den Schlüsseln suchte, konnte Lucas nicht widerstehen. Er beugte sich vor und strich mit den Lippen über die Kurve ihres Halses, genau dort, wo der Puls stark schlug. Clara erschauderte, stieß einen leisen Seufzer aus, und die Schlüssel klirrten zu Boden. — Verdammt — murmelte sie, doch sie bückte sich nicht, um sie aufzuheben. Stattdessen drehte sie sich in seinen Armen um, die Augen dunkel und hungrig, und zog ihn zu einem Kuss, der nichts Zögerliches hatte. Er war gierig, verzweifelt, als hätten die beiden Stunden, Tage, ein ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. Lucas’ Hände glitten ihren Rücken hinab, zogen sie an sich, und er spürte, wie Claras Körper sich an seinen schmiegte, weich und fest zugleich. Als sie sich voneinander lösten, atmeten beide schwer. Clara holte tief Luft, als versuchte sie, sich zu sammeln, doch das Lächeln, das ihr entwich, war purer Sündenfall. — Ich glaube, die Schlüssel können warten — sagte sie mit rauer Stimme. Und dann, ohne Vorwarnung, stieß sie die Tür auf, die unverschlossen war. Die Wohnung war klein, aber gemütlich, voller indirekter Beleuchtung und farbiger Stoffe. An den Wänden hingen Fotografien – Schwarz-Weiß-Porträts, Stadtlandschaften, Nahaufnahmen verschränkter Hände, sich bewegender Körper. Lucas hatte kaum Zeit, die Details zu registrieren, denn Clara zog ihn bereits hinein, schloss die Tür mit einem Tritt und verriegelte sie mit einer schnellen Drehung des Schlüssels. Das Geräusch des Schlosses hallte durch den Raum wie ein Schlusspunkt. Es gab keinen Platz mehr für Zweifel, für Zögern. Nur sie beide und das Gewicht dessen, was kommen würde. Clara drehte sich zu ihm um, die Augen funkelten mit einer Intensität, die Lucas’ Herz schneller schlagen ließ. Sie trat einen Schritt vor, dann noch einen, bis ihre Münder nur noch Zentimeter voneinander entfernt waren. Doch sie küsste ihn nicht. Stattdessen strich sie mit den Fingerspitzen über die Konturen seiner Lippen, zeichnete einen langsamen Weg bis zum Kinn, zum Hals, zur Brust. — Hast du eine Ahnung, wie sehr ich das seit dem Moment wollte, als ich dich in dieser Galerie gesehen habe? — flüsterte sie, die Stimme fast ein Stöhnen. Lucas schluckte trocken, spürte die Wärme ihrer Hände durch den Stoff seines Hemdes. — Ich glaube, ich habe eine Vorstellung — antwortete er heiser. Sie lachte, ein tiefer, zufriedener Klang, und dann knöpfte sie das erste Hemdknopf auf. Dann das zweite. Und das dritte. Jede Bewegung war absichtlich, quälend, als wollte sie den Moment verlängern, jeden Augenblick dieser Vorfreude auskosten. — Clara… — begann er, doch sie unterbrach ihn mit einem sanften Kuss, fast keusch, der im Kontrast zur Dringlichkeit von zuvor stand. — Pssst — murmelte sie gegen seine Lippen. — Du musst nichts sagen. Und dann, mit einer fließenden Bewegung, zog sie die Bluse aus und ließ sie zu Boden fallen. Lucas hielt den Atem an. Sie trug einen schwarzen Spitzen-BH, schlicht, doch er schien gemacht, um jede Kurve, jeden Schatten ihres Körpers zu betonen. Er streckte zögernd die Hand aus, und sie nahm sie, führte sie zu ihrer Brust, ließ ihn das Gewicht, die Weichheit, die bereits harte Brustwarze unter dem Stoff spüren. — Berühr mich — bat sie, die Stimme ein dünner Faden. Er brauchte keine weitere Ermutigung. Lucas’ Hände glitten ihren Rücken hinab, zogen sie näher an sich, während sein Mund den ihren wiederfand. Diesmal war der Kuss tief, feucht, ihre Zungen verschlangen sich in einem Rhythmus, der alles vorwegnahm, was noch kommen würde. Clara stöhnte gegen seine Lippen, die Nägel gruben sich leicht in seine Schultern, und er spürte, wie sein ganzer Körper reagierte, das Blut heftig pulsierte, die Haut dort brannte, wo sie ihn berührte. Ohne den Kuss zu unterbrechen, schob sie ihn rückwärts zum Sofa. Lucas setzte sich, und Clara positionierte sich zwischen seinen Beinen, die Hände auf seinen Knien abgestützt, während sie ihn von oben ansah, die Lippen leicht geöffnet, die Brust hob und senkte sich mit dem beschleunigten Atem. — Du bist wunderschön — sagte sie, als wäre es eine offensichtliche Tatsache. — So wunderschön, dass es wehtut. Er wusste nicht, was er antworten sollte. Stattdessen zog er sie nach unten, setzte sie auf seinen Schoß und vergrub das Gesicht zwischen ihren Brüsten, atmete tief ein. Sie roch nach Sex und etwas Süßem, wie reife Früchte, die in der Sonne gelegen hatten. Clara bog den Rücken durch, bot sich an, und er widerstand nicht. Seine Lippen glitten über ihr Brustbein, küssten jeden Zentimeter freiliegender Haut, bis sie den BH erreichten. Mit den Zähnen zog er die Spitze nach unten und befreite eine Brust, nahm die Brustwarze in den Mund und saugte fest. Clara stöhnte laut, die Hände griffen in sein Haar und zogen ihn näher. — Verdammt, Lucas… Er hörte nicht auf. Er wechselte zwischen Saugen und Lecken, spürte, wie ihr Körper unter seinen Händen zitterte, die Hüften sich leicht gegen seine bewegten. Als er sich schließlich zurückzog, war Clara außer Atem, die Lippen geschwollen, die Augen glasig. — Ich brauche dich — sagte sie mit gebrochener Stimme. — Jetzt. Und dann, mit einer schnellen Bewegung, stand sie auf und streckte ihm die Hand entgegen. Lucas nahm sie, ließ sich von ihr ins Schlafzimmer ziehen. Doch bevor sie dort ankamen, schob Clara ihn gegen die Wand des Flurs und presste ihn zwischen ihre Arme. Ihre Körper passten perfekt ineinander, als wären sie füreinander geschaffen, und sie küsste ihn mit einem Hunger, der seine Knie weich werden ließ. — Ich will dich in meinem Bett — flüsterte sie, die Lippen streiften die seinen bei jedem Wort. — Aber zuerst will ich dich hier die Kontrolle verlieren sehen. Und dann, ohne Vorwarnung, sank sie vor ihm auf die Knie. Die Tür schloss sich hinter ihnen mit einem leisen, gedämpften Klicken, übertönt vom Gewicht der Stille, die nun den Raum zwischen ihnen füllte. Claras Wohnung war ein Spiegel ihrer selbst: chaotisch und lebendig, mit Wänden, die von Schwarz-Weiß-Fotografien bedeckt waren, flatternden Stoffen, die wie improvisierte Vorhänge hingen, und dem Duft von verbranntem Räucherstäbchen, der noch in der Luft hing. Lucas zögerte einen Moment, die Finger streiften den kalten Türgriff, als bräuchte er eine letzte Erinnerung daran, dass er wirklich hier war und nicht in einem dieser fiebrigen Träume, die ihn seit ihrer Begegnung verfolgten. Clara sagte nichts. Sie lächelte nur, ein Mundwinkel hob sich in etwas zwischen Bosheit und Versprechen, bevor sie sich in Richtung Wohnzimmer entfernte. Das Geräusch ihrer Absätze hallte auf dem Holzboden wider, jeder Schritt eine berechnete Provokation. Sie bewegte sich, als würde sie tanzen, die Hüften wiegten sich unter dem dünnen Stoff ihres Kleides, das nun, im gelblichen Licht der Stehlampe, mehr zeigte als verbarg. Lucas schluckte trocken, die Augen folgten der Kontur ihrer Beine, der Kurve ihrer Taille, der Art, wie ihr dunkles Haar in Wellen über ihre Schultern fiel. — Magst du Kerzen? — Ihre Stimme war tief, rau, als wäre sie bereits außer Atem. Er nickte, unfähig zu sprechen. Clara trat an ein Regal voller Glasflaschen, Kerzen unterschiedlicher Größe und Farbe, und wählte drei aus. Sie zündete sie eine nach der anderen an, das Streichholz zitterte leicht in ihren Händen, und der Raum wurde von einem goldenen, flackernden Licht erfüllt. Die Schatten tanzten an den Wänden, dehnten sich und zogen sich zusammen, als würde der Raum selbst um sie herum atmen. Dann ging sie zu der alten Stereoanlage in der Ecke des Zimmers und strich mit den Fingern über die daneben gestapelten Vinylplatten. Sie wählte eine aus, ohne hinzusehen, legte sie vorsichtig auf den Plattenteller, und der Klang eines langsamen, melancholischen Saxophons erfüllte die Luft. Die Musik war dicht, fast flüssig, umhüllte sie wie eine Umarmung. Clara schloss für einen Moment die Augen, wiegte sich leicht im Takt, die Lippen leicht geöffnet, als würde sie bereits etwas kosten. — *The Look of Love* — murmelte sie und drehte sich zu ihm um. — Kennst du das? Lucas schüttelte den Kopf, die Augen auf sie gerichtet. Jede ihrer Bewegungen schien darauf ausgelegt, ihn verrückt zu machen: die Art, wie ihre Finger über ihren Arm glitten, die Zunge ihre Lippen benetzte, wie sich das Kleid an ihren Körper schmiegte, wenn sie sich vorbeugte. Er spürte, wie ihm die Hitze in den Nacken stieg, die Haut unter dem Stoff seines Hemdes kribbelte. — Es ist ein Lied über Begierde — fuhr sie fort und trat langsam näher, als hätte sie alle Zeit der Welt. — Darüber, jemanden so sehr zu wollen, dass es wehtut. Ihre Schritte waren lautlos, doch jeder hallte in ihm wider wie ein Donnerschlag. Als sie nur noch Zentimeter entfernt stehen blieb, konnte Lucas ihr Parfüm riechen – etwas Blumiges, vermischt mit einem Hauch von Gewürzen, wie Jasmin und Zimt – und die Wärme, die von ihrem Körper ausging. Sie hob die Hand, die Finger streiften den Kragen seines Hemdes, zeichneten eine langsame Linie bis zum obersten Knopf. — Du zitterst — bemerkte sie, die Stimme fast ein Flüstern. — Ich bin das nicht gewohnt — gab er zu, die Kehle trocken. Clara lächelte, die Augen funkelten im Kerzenlicht. — Wovon? Von Frauen, die wissen, was sie wollen? — Von Frauen, die… — Er zögerte, suchte nach den richtigen Worten. — Die keine Angst haben, es zu zeigen. Sie lachte leise, ein Klang, der irgendwo tief in seiner Brust vibrierte. — Ach, Lucas… — Ihre Finger glitten über seine Brust, blieben über seinem Herzen stehen, das unregelmäßig schlug. — Ich habe vor nichts Angst, wenn es um dich geht. Und dann, ohne Vorwarnung, trat sie noch näher, die Lippen fast seine berührend. Lucas hielt den Atem an, spürte ihren warmen Atem, den Hauch von Rotwein, der noch in ihrem Mund lag. Doch Clara küsste ihn nicht. Stattdessen neigte sie den Kopf, ihre Lippen streiften sein Ohr, während sie flüsterte: — Willst du das genauso sehr wie ich? Die Frage war unnötig. Beide kannten die Antwort. Doch die Art, wie sie sie stellte, mit dieser rauen, versprechenreichen Stimme, ließ etwas in ihm zerbrechen. Bevor er antworten konnte, umfasste Lucas ihr Gesicht mit den Händen und zog sie zu einem Kuss an sich. Es war, als würde ein Damm brechen. Claras Lippen waren weich, warm, und ihr Geschmack – süß und leicht säuerlich, wie reife Früchte – explodierte in seinem Mund. Sie stöhnte gegen ihn, die Hände krallten sich in sein Hemd, zogen ihn näher, als wollte sie ihre Körper an Ort und Stelle verschmelzen. Ihre Zungen trafen sich in einem langsamen, erkundenden Rhythmus, doch bald übernahm die Dringlichkeit die Kontrolle. Clara biss leicht in seine Unterlippe, zog daran, und Lucas stöhnte, der Klang erstickte gegen ihren Mund. — Verdammt… — murmelte er, die Hände glitten ihren Rücken hinab, spürten die Kurve ihrer Wirbelsäule, die angespannten Muskeln unter dem dünnen Stoff ihres Kleides. Clara lachte leise, ein tiefer, zufriedener Klang, bevor sie sich gerade so weit zurückzog, um ihm in die Augen zu sehen. — Ich habe so lange darauf gewartet — gestand sie, die Finger spielten mit den Haaren in seinem Nacken. — Auf dich. Lucas antwortete nicht. Er musste es nicht. Stattdessen zog er sie zu einem weiteren Kuss zurück, tiefer, verzweifelter. Ihre Hände erkundeten nun seinen Körper mit einer Intimität, die ihn verrückt machte: die Finger zeichneten die Konturen seiner Schultern nach, glitten seine Arme hinab, drückten seine Bizeps, als wollte sie sich jeden Zentimeter einprägen. Als sie den Saum seines Hemdes erreichte und es aus der Hose zu ziehen begann, erschauderte Lucas. — Clara… — versuchte er zu sagen, doch die Worte verloren sich, als sie den ersten Knopf öffnete, dann den zweiten, die Finger seine freigelegte Haut streiften. — Pssst — flüsterte sie, die Lippen nun an seinem Hals, küssend, knabbernd, eine Spur aus Feuer auf seiner Haut hinterlassend. — Lass mich mich um dich kümmern. Und das ließ er zu. Ihre Hände waren geschickt, knöpften das Hemd mit quälender Langsamkeit auf, während ihre Lippen ihre Erkundung fortsetzten. Als das Hemd schließlich zu Boden fiel, trat Clara einen Schritt zurück, die Augen musterten seinen Körper mit einer Intensität, die ihn sich nackter fühlen ließ, als es die bloße Abwesenheit von Kleidung je könnte. — Du bist wunderschön — murmelte sie, die Finger zeichneten die Muskeln seiner Brust nach, glitten hinab zum Bauch. — So… perfekt. Lucas hielt den Atem an, als sie sich wieder näherte, die Lippen nun an seiner Schulter, küssend, leckend, während ihre Hände seinen Rücken hinabglitten und ihn näher zogen. Er konnte die Wärme ihres Körpers durch das Kleid spüren, den Druck ihrer Brüste gegen seine Brust, die harten Brustwarzen unter dem Stoff. Das Verlangen war etwas Lebendiges zwischen ihnen, pulsierte, wuchs, drohte, sie zu verschlingen. — Clara — stöhnte er, die Hände fanden endlich den Reißverschluss ihres Kleides auf dem Rücken. — Ich muss dich berühren. Sie antwortete nicht mit Worten. Stattdessen wich sie gerade so weit zurück, dass er den Reißverschluss nach unten ziehen konnte, das leise Geräusch des sich öffnenden Stoffes hallte im Schweigen des Raumes wider. Das Kleid rutschte von ihren Schultern, enthüllte die goldene Haut, die kleinen, festen Brüste, die sanfte Kurve ihres Bauches. Lucas hielt den Atem an, die Augen auf sie gerichtet, als stünde er vor etwas Heiligem. — Mein Gott… — murmelte er, die Hände zitterten leicht, als er sie hob, um sie zu berühren. Clara lächelte, nahm seine Hände und führte sie zu ihren Brüsten. Lucas stöhnte, als er die Weichheit ihrer Haut spürte, die bereits harten Brustwarzen unter seinen Fingern. Er streichelte sie langsam, drückte leicht zu, und Clara bog den Rücken durch, ein Seufzer entwich ihren Lippen. — So… — flüsterte sie, die Augen geschlossen, den Kopf nach hinten geneigt. — Genau so. Lucas beugte sich vor, ersetzte die Finger durch seinen Mund und saugte vorsichtig an einer der Brustwarzen. Clara stöhnte laut, die Hände griffen in sein Haar und zogen ihn näher. Er wechselte zwischen den Brüsten, leckte, knabberte, spürte, wie ihr Körper unter seinen Händen zitterte. — Lucas… — sagte sie mit gebrochener Stimme. — Ich brauche mehr. Er brauchte keine zweite Aufforderung. Seine Hände glitten von ihrer Taille hinab zu ihren Oberschenkeln und zogen sie näher. Clara stöhnte, als sie seine Erektion an ihrem Bauch spürte, und ihre Hüften bewegten sich instinktiv, suchten Erlösung. — Du machst mich verrückt — murmelte er gegen ihre Haut, die Lippen nun an ihrem Hals, küssend, knabbernd. Clara lachte leise, ein zufriedener Klang, bevor sie ihn leicht zurückdrängte. — Dann zeig es mir — forderte sie heraus, die Augen funkelten vor Verlangen. — Zeig mir, wie sehr du mich willst. Lucas zögerte nicht. Er hob sie mühelos hoch, ihre Beine schlangen sich um seine Taille, und trug sie ins Schlafzimmer. Doch bevor er es erreichte, drängte Clara ihn gegen die Flurwand und hielt ihn zwischen ihren Armen gefangen. — Hier — flüsterte sie, die Lippen streiften die seinen. — Jetzt. Und dann, ohne Vorwarnung, sank sie vor ihm auf die Knie. Lucas hatte kaum Zeit, das Gewicht ihres Körpers vor ihm nachzugeben zu verarbeiten, die Luft entwich seinen Lungen in einem rauen Seufzer, als Clara seine Hose mit quälender Langsamkeit aufknöpfte, die Finger seine empfindliche Haut unter dem Stoff streiften. Das Geräusch des Reißverschlusses hallte im engen Flur wider, vermischte sich mit ihrem beschleunigten Atem, dem Rascheln des Stoffes, der nach unten geschoben wurde. Er stützte die Hände an die Wand hinter sich, die Knöchel weiß vor Anspannung, während sie ihn mit einer fließenden Bewegung befreite, die Augen auf ihn gerichtet, dunkel und hungrig. — *Verdammt* — stöhnte er, das Wort zwischen den Zähnen hervorpressend, als ihre Finger ihn umschlossen, warm und fest, ihn mit einer Intimität erkundeten, die ihn die Hüften nach vorne drängen ließ. Clara lächelte zufrieden über seine Reaktion und beugte sich vor, die Lippen leicht geöffnet, streiften die Spitze, neckten. Lucas spürte die feuchte Wärme ihres Mundes, noch bevor sie ihn aufnahm, ein kehliges Stöhnen entwich seiner Kehle, als sie ihn ganz umschloss, die Zunge in langsamen, unerbittlichen Kreisen bewegte. — Clara… — warnte er mit erstickter Stimme, doch sie hielt ihn nur fester, die Finger umschlossen die Basis, während sie den Kopf in einem Rhythmus bewegte, der ihn an den Rand des Abgrunds trieb. Er vergrub die Finger in ihrem Haar, nicht um sie zu führen, sondern um sich an etwas festzuhalten, während das Vergnügen sich in seiner Wirbelsäule zusammenzog, sich zusammenzog— — *Genug* — knurrte er, zog sie mit einem ruckartigen Bewegung hoch, die Hände umfassten ihre Arme, um sie aufzurichten. Clara lachte, der Klang vibrierte gegen seine Lippen, als er sie küsste, hungrig, den salzigen Geschmack seiner selbst noch auf ihrer Zunge. — Du bringst mich um, bevor wir überhaupt im Bett ankommen. — Und was ist das Problem? — murmelte sie und biss leicht in seine Unterlippe. — So zu sterben klingt nicht so schlecht. Er antwortete nicht. Stattdessen drehte er sie herum und drückte sie gegen die Wand, die Hände glitten unter ihr Kleid, hinauf zu ihren Oberschenkeln, bis sie den feuchten Spitzenstoff ihres Slips fanden. Clara bog sich gegen ihn, ein Stöhnen entwich ihren Lippen, als seine Finger sie dort berührten, drückten, erkundeten, bis ein Finger langsam, absichtlich in sie glitt. Sie biss in seine Schulter, erstickte einen Schrei, die Nägel gruben sich in seinen Rücken. — *So* — flüsterte sie mit zitternder Stimme. — Mehr. Lucas gehorchte, fügte einen zweiten Finger hinzu, krümmte sie im Rhythmus, der sie zum Zittern brachte, die Hüften synchron mit seinen Bewegungen. Er beobachtete ihr Gesicht, die leicht geöffneten Lippen, die schweren Lider, die Röte, die ihren Hals hinaufstieg, und spürte eine primitive Welle des Besitzanspruchs. *Sie gehört mir*, dachte er wild, während er sie erneut küsste und ihre Stöhnen verschluckte. Doch Clara war nicht die Art, die sich einfach hingab. Mit einer schnellen Bewegung schob sie ihn zurück, die Augen funkelten herausfordernd. — Jetzt bin ich dran, dich auszuziehen — sagte sie mit rauer Stimme, und bevor er protestieren konnte, zog sie bereits sein Hemd nach oben, die Finger zeichneten die Konturen seiner Bauchmuskeln nach, glitten hinab zum Bund seiner Hose, die noch locker an seinen Hüften hing. Er ließ sie gewähren, die Beine zitterten, der ganze Körper pulsierte vor Verlangen. Das sanfte Licht der Kerzen, die Clara zuvor angezündet hatte, tanzte an den Wänden und warf lange Schatten, die sich bewegten, als wären auch sie lebendig, im Takt der ineinander verschlungenen Körper. Als sie das Schlafzimmer erreichten, schob sie ihn rücklings aufs Bett, stieg mit der Geschmeidigkeit einer Katze über ihn, das Kleid noch um die Taille geschlungen, der Slip nun ein fast irrelevantes Detail. — Du bist wunderschön — murmelte sie, die Hände glitten über seine Brust, hinab zur Linie der Haare, die unter der Hose verschwanden. — All diese Selbstbeherrschung… und jetzt bist du hier, ausgeliefert. Lucas packte ihre Hüften und zog sie nach unten, bis sie auf seiner Erektion saß, die Feuchtigkeit des dünnen Stoffes zwischen ihnen machte den Kontakt fast unerträglich. Clara stöhnte, warf den Kopf in den Nacken, das Haar fiel in Wellen über ihre Schultern. — Ich will dich spüren — sagte er mit rauer Stimme. — *Ganz*. Sie brauchte keine weitere Ermutigung. Mit langsamen, absichtlichen Bewegungen zog Clara das Kleid über den Kopf und ließ es neben das Bett fallen. Der BH folgte, und dann saß sie nackt über ihm, die Haut golden im Schein der Kerzen, die Brustwarzen hart, nach Aufmerksamkeit bettelnd. Lucas setzte sich auf, umschloss sie mit den Armen, der Mund fand eine Brust, dann die andere, die Zähne kratzten leicht, die Zunge linderte das Brennen. Clara bog sich gegen ihn, die Hände vergruben sich in seinem Haar und führten ihn, forderten mehr. Er legte sie auf den Rücken, die Lippen zogen eine Spur von Küssen über ihren Bauch, hinab, bis er zwischen ihren Beinen war, die Zunge ersetzte die Finger, leckte, saugte, bis sie sich wand, die Stöhnen zu Bitten wurden. — *Lucas, bitte* — flehte sie mit gebrochener Stimme. — Ich brauche dich *in* mir. Er ließ sie nicht warten. Er glitt an ihrem Körper hinauf, küsste sie tief, während er sich positionierte, die Spitze gegen sie drängte, neckte. Clara hob die Hüften, ungeduldig, die Nägel gruben sich in seinen Rücken. — *Jetzt* — befahl sie, und er gehorchte, drang mit einer einzigen, tiefen Bewegung in sie ein, die beiden einen Schrei entreißen ließ. Die Welt schien für einen Moment stillzustehen. Lucas blieb regungslos, spürte sie um sich, heiß, eng, perfekt. Clara atmete tief ein, die Augen geschlossen, die Hände umklammerten seine Schultern, als fürchte sie, er könnte verschwinden. — Alles in Ordnung? — fragte er mit rauer Stimme, besorgt trotz des Verlangens, das ihn verzehrte. Sie öffnete die Augen, ein langsames Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus. — Besser als in Ordnung — flüsterte sie. — *Beweg dich.* Und das tat er. Zuerst langsam, jeder Stoß eine Entdeckung, jeder Rückzug eine Qual. Clara folgte seinen Bewegungen, die Hüften hoben sich, um ihn zu empfangen, die Beine umschlangen seine Taille und zogen ihn tiefer. Ihre Stöhnen vermischten sich mit seinen, das feuchte Geräusch ihrer vereinten Körper erfüllte das Zimmer, zusammen mit dem Knarren des Bettes, dem Rascheln der Laken. Lucas beschleunigte das Tempo, die Hände umfassten ihre Hüften mit festem Griff, führten sie, spürten, wie sie sich mit jedem Stoß um ihn zusammenzog. Clara biss sich in seine Schulter, erstickte einen Schrei, der ganze Körper zitterte. — *Fester* — bat sie, die Stimme fast ein Schluchzen. — *Bitte.* Er gehorchte, die Bewegungen wurden brutaler, dringlicher, das Vergnügen zog sich wie ein Faden an der Basis seiner Wirbelsäule zusammen, bereit zu reißen. Clara stöhnte, der Rücken bog sich durch, die inneren Muskeln zogen sich in rhythmischen Wellen um ihn zusammen, und das reichte, um ihn über die Klippe zu stoßen. Mit einem rauen Knurren vergrub sich Lucas ein letztes Mal in ihr, der ganze Körper zitterte, als der Orgasmus ihn durchflutete, heiß, intensiv, endlos. Clara hielt ihn fest, die Beine um seine Taille geschlungen, als fürchte sie, er könnte sich zurückziehen. Minutenlang rührte sich keiner von ihnen. Sie atmeten nur, die Herzen schlugen im Gleichtakt, die Körper noch vereint, verschwitzt, befriedigt. Lucas rollte zur Seite und zog sie an sich, die Arme umschlossen sie fest, als wollte er sie mit seiner Haut verschmelzen. Clara seufzte, kuschelte sich an ihn, die Finger zeichneten träge Kreise auf seine Brust. — Das war… — begann sie, beendete den Satz jedoch nicht. — Ich weiß — murmelte er und küsste ihren Scheitel. Und das wusste er wirklich. Denn es war nicht nur Sex gewesen. Es war etwas gewesen, das sie auf eine Weise verbunden hatte, von der er nicht wusste, ob sie jemals wieder gelöst werden könnte. Draußen begann der Himmel sich aufzuhellen, die ersten Lichter des Morgens drangen durch die Vorhänge. Clara gähnte und schmiegte sich noch enger an ihn. — Bleib — flüsterte sie. Lucas antwortete nicht. Er zog sie nur näher an sich, wissend, dass es keinen anderen Ort auf der Welt gab, an dem er sein wollte. Doch während der Schlaf sie langsam hinabzog, schwebte eine Frage unausgesprochen in der Luft: *Was würde passieren, wenn die Sonne wirklich aufging?* Das Erste, was Clara beim Aufwachen spürte, war die Wärme. Nicht die feuchte Hitze der vergangenen Nacht, die die Haut am Laken kleben ließ und die Körper aneinander gleiten ließ, als wären sie aus geschmolzenem Wachs, sondern eine trockene, weiche Wärme, die Art, die nur entsteht, wenn zwei Körper perfekt unter einer leichten Decke ineinanderpassen, als wäre die Luft zwischen ihnen zu einer Verlängerung ihrer Glieder geworden. Sie öffnete langsam die Augen, blinzelte gegen das blasse Licht, das durch die Ritzen der Vorhänge drang und goldene Streifen an die schräge Decke des Schlafzimmers malte. Der Duft von frischem Kaffee vermischte sich mit dem Restgeruch von Sex – Sandelholz, Schweiß, das zitrusartige Parfüm, das sie trug und das sich nun in seiner Haut festgesetzt zu haben schien. Lucas schlief noch, das Gesicht in die Kurve ihres Halses gedrückt, ein schwerer Arm über ihrer Taille. Clara lächelte, die Finger zeichneten unsichtbare Linien auf seine Brust, hinab zum Schlüsselbein, hinauf zur Schulterkontur. Er murmelte etwas Unverständliches, der warme Atem streifte ihre Haut, und sie spürte, wie sein Körper reagierte, bevor das Bewusstsein ihn erreichte – eine subtile Anspannung der Muskeln, eine unwillkürliche Bewegung der Hüften, die sie ein Lachen unterdrücken ließ. — Guten Morgen — flüsterte sie, die Stimme rau vom Schlaf und von all den Dingen, die sie in der vergangenen Nacht getan hatten. Lucas brummte, zog sie enger an sich, als wollte er sie mit seinem Körper verschmelzen. Seine Finger verschränkten sich mit ihren und unterbrachen das träge Muster, das sie auf seine Haut zeichnete. — Wie spät ist es? — fragte er, die Stimme tief, noch vom Schlaf belegt. — Ich weiß nicht. — Clara drehte sich leicht, gerade genug, um die Uhr auf dem Nachttisch zu sehen. — Halb acht. — Verdammt. — Er bewegte sich, wich aber nicht zurück. Stattdessen drückte er das Gesicht gegen ihre Schulter und atmete tief ein. — Ich sollte gehen. — Solltest du? — Sie hob eine Augenbraue, die Lippen streiften sein Ohrläppchen. — Oder willst du? Lucas antwortete nicht sofort. Stattdessen glitt seine Hand an ihrer Seite hinab, die Finger folgten der Kurve ihrer Taille, der Wölbung ihrer Hüfte, als würde er jeden Zentimeter auswendig lernen. Clara erschauderte, nicht vor Kälte, sondern vor diesem seltsamen, köstlichen Gefühl, so intim berührt zu werden, als kenne er ihren Körper bereits besser als sie selbst. — Ich will nicht — gab er schließlich zu, die Stimme leise. — Aber ich habe um neun ein Meeting. — Mmm. — Sie biss sich auf die Unterlippe, die Finger spielten nun mit den Haaren in seinem Nacken. — Und wenn ich dir sage, dass du zu spät kommen darfst? Lucas lachte, ein tiefer Klang, der gegen ihre Haut vibrierte. — Du bist böse. — Nein. — Clara drehte sich ganz zu ihm um, setzte sich mit einer fließenden Bewegung auf ihn, die nackten Beine zu beiden Seiten seiner Hüften. — Ich bin praktisch. Wenn du schon gehst, dann gib mir wenigstens einen Grund, mich den ganzen Tag an dich zu erinnern. Er blickte zu ihr auf, die Augen noch schläfrig, doch bereits von etwas Gefährlicherem glühend. Seine Hände glitten ihre Oberschenkel hinauf und packten sie fest genug, um Abdrücke zu hinterlassen. — Und was schlägst du vor? Clara antwortete nicht mit Worten. Stattdessen beugte sie sich vor, die Lippen streiften die seinen in einem langsamen, absichtlichen Kuss. Ihre Zunge zeichnete die Konturen seines Mundes nach, bevor sie eindrang und ihn mit quälender Langsamkeit erkundete. Lucas stöhnte, die Hände glitten ihren Rücken hinauf und zogen sie näher, als wollte er sie ganz verschlingen. Als sie sich zurückzog, waren seine Lippen rot und feucht. — Kaffee zuerst — murmelte sie und biss leicht in sein Kinn. — Danach kannst du mir zeigen, wie es ist, langsam aufzuwachen. Der Kaffee war stark, bitter, genau wie sie ihn mochte. Clara schenkte ihn in zwei angeschlagene Keramikbecher und beobachtete, wie Lucas sich mit einer Natürlichkeit durch ihre Wohnung bewegte, die sie überraschte. Er hatte nur die Jeans angezogen und ließ die Brust frei, und sie konnte den Blick nicht von den definierten Muskeln seines Rückens abwenden, während er mit der Kaffeekanne hantierte, als kenne er jeden Winkel ihrer Küche. — Machst du das öfter? — fragte sie und lehnte sich an die Theke. — Was? — In die Wohnungen von Leuten eindringen und so tun, als gehörtest du hierher. Lucas lächelte und drehte sich zu ihr um. — Nur, wenn die Wohnungsbesitzerin mich bittet zu bleiben. Clara lachte und führte den Becher an die Lippen. Der Kaffee verbrannte ihre Zunge, doch es war ihr egal. Es gab etwas köstlich Verbotenes daran, halb nackt mit ihm hier zu stehen, während die Welt draußen langsam erwachte. — Und wenn ich dir sage, dass du meinen Raum jederzeit überfallen darfst? Er antwortete nicht. Stattdessen stellte er den Becher auf die Theke und verringerte den Abstand zwischen ihnen mit zwei großen Schritten. Seine Hände fanden ihre Taille und zogen sie mit einem Ruck an sich. Clara stieß einen Seufzer aus, als sie seine Erektion durch den Stoff der Hose an ihrem Bauch spürte, heiß selbst durch den Stoff. — Du spielst mit dem Feuer — murmelte er, die Lippen streiften ihr Ohrläppchen. — Vielleicht verbrenne ich mich gern. Lucas stöhnte, die Hände glitten nach unten und umfassten die Kurve ihres Pos. — Du wirst mich mein Meeting verpassen lassen. — Und du wirst mich den Verstand verlieren lassen, wenn du nichts dagegen unternimmst. Er brauchte keine weitere Ermutigung. Mit einer schnellen Bewegung hob Lucas sie hoch und setzte sie auf die Küchentheke. Clara spreizte instinktiv die Beine und zog ihn näher, die Fersen drückten gegen die Rückseite seiner Oberschenkel. Seine Hände waren überall – in ihrem Haar, an ihren Brüsten, glitten ihren Bauch hinab, bis sie die feuchte Hitze zwischen ihren Beinen fanden. — Verdammt — flüsterte er, die Finger glitten mühelos in sie hinein, eine Intimität, die sie aufstöhnen ließ. — Du bist klitschnass. Clara biss sich auf die Lippe, die Augen schlossen sich, als er sie mit einer Präzision berührte, die sie verrückt machte. — Das passiert, wenn du mich die ganze Nacht so zurücklässt. Lucas lachte leise und pervers, bevor er vor ihr auf die Knie sank. Clara umklammerte die Kante der Theke, als seine Zunge die Finger ersetzte, langsam, absichtlich, als hätte er alle Zeit der Welt. Sie stöhnte, die Beine zitterten, doch er hielt sie fest, die Hände umklammerten ihre Oberschenkel, während er sie verschlang. — Lucas… — keuchte sie, sein Name ein Gebet. Er hörte nicht auf. Nicht, bis sie sich wand, die Finger in sein Haar krallte und ihn mit aller Kraft zu sich zog, während der Orgasmus sie von innen zerriss. Clara schrie, der Klang erstickte gegen ihre Handfläche, der ganze Körper bebte. Als er sich erhob, die Lippen glänzend, zog sie ihn zu einem Kuss an sich und kostete sich selbst auf seiner Zunge. — Jetzt kannst du gehen — sagte sie atemlos. Lucas lachte, bewegte sich aber nicht. Stattdessen öffnete er seine Hose und befreite sich mit einem erleichterten Seufzer. — Nicht so schnell. Clara protestierte nicht. Stattdessen schlang sie die Beine um seine Taille und zog ihn mit einer einzigen Bewegung in sich hinein. Beide stöhnten, die Körper passten ineinander, als wären sie füreinander gemacht. — Verdammt — knurrte er, die Hände umfassten ihre Hüften, während er sich zu bewegen begann. — Du bringst mich um. — Dann stirb glücklich — flüsterte sie und fand seine Lippen. Und so verabschiedeten sie sich – mit Lucas, der sie dort auf der Küchentheke nahm, die Körper verschwitzt, die Stöhnen erstickt gegen den Mund des anderen, bis nichts mehr übrig war als Lust, Hitze, der gegenwärtige Moment. Später, als er sich endlich anzog, beobachtete Clara ihn vom Sofa aus, in einen Seidenbademantel gehüllt, der kaum ihre Oberschenkel bedeckte. Lucas trat näher, beugte sich vor und küsste sie ein letztes Mal, die Finger streiften ihre Wange. — Ich rufe dich später an — versprach er. — Das solltest du besser. Er lächelte, doch in seinen Augen lag etwas – ein Zögern, eine unausgesprochene Frage. Clara umfasste sein Gesicht mit den Händen und küsste ihn fest. — Geh — sagte sie und schob ihn leicht. — Bevor ich beschließe, dich hier für immer gefangen zu halten. Lucas lachte, gehorchte aber. Als sich die Tür hinter ihm schloss, blieb Clara einen Moment stehen und lauschte dem Geräusch seiner Schritte, die die Treppe hinabgingen. Dann seufzte sie und strich mit den Fingern über ihre noch geschwollenen Lippen. Das Frühstück konnte warten. Für den Moment gab es nur die Stille der Wohnung, seinen Duft, der noch in der Luft hing, und die Gewissheit, dass das – was auch immer es war – gerade erst begonnen hatte.

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