Schweiß und Verlangen: Nach der Letzten Serie
Von Tonkix

**Schweiß und Verlangen: Nach der Letzten Serie**
Das Fitnessstudio atmete leise, ein langer, erschöpfter Seufzer nach Stunden von Stöhnen, Gewichten, die auf den Boden knallten, und dem ständigen Summen der Geräte. Das gelbliche, diffuse Licht der Scheinwerfer warf lange Schatten auf den schwarzen Gummiboden, als hätten selbst die zurückgelassenen Hanteln sich müde davongeschleppt, um auszuruhen. Nur drei Lampen brannten noch über dem Kraftbereich, der Rest des Raumes versank im Halbdunkel – gerade genug, dass die Spiegel nur Fragmente reflektierten: einen Arm hier, ein Bein dort, den Glanz eines vergessenen Eherings auf einer Bank.
Laura stützte die Hände auf die Knie, die Finger gruben sich in die feuchte Haut ihrer Oberschenkel, und sie ließ die Luft langsam zwischen den Zähnen entweichen. Der Schweiß rann ihr den Nacken hinab, klebte die losen Strähnen ihres Pferdeschwanzes an die Haut, und sie spürte das Gewicht des Trainings in ihren Muskeln – dieses köstliche, fast süchtig machende Brennen, das in den Waden begann und sich bis zum unteren Rücken hochzog, als würde jede Faser gedehnt und neu geformt. Fünf Serien Kniebeugen mit der Langhantel. Zwanzig Wiederholungen. Die letzte war die härteste gewesen, aber sie würde nicht aufgeben. Niemals.
— *Noch eine.* Rafaels Stimme war leise, fast ein Flüstern, aber voller Autorität, die keine Widerrede duldete.
Sie hob den Blick. Er stand zwei Schritte entfernt, die Arme vor der breiten Brust verschränkt, die Bizeps spannten sich unter dem engen schwarzen Shirt. Das sanfte Licht der Scheinwerfer zeichnete die Konturen seiner Schultern, die markante Linie seines Kiefers, den Schatten eines Dreitagebarts, von dem Laura wusste, dass er kratzte, wenn er ihr zu nah kam. Seine Augen – dunkel, fast schwarz unter den dichten Brauen – waren auf sie gerichtet, abschätzend, berechnend. Es war nicht nur ein professioneller Blick. Da war noch etwas anderes, etwas, das ihren Magen einen langsamen Looping machen ließ, als stünde sie auf der Spitze einer Achterbahn.
— *Du hast gesagt, es wäre die letzte,* protestierte sie, doch ihre Stimme klang atemlos und verriet ihre Erschöpfung.
Rafael lächelte, ein Mundwinkel hob sich in einer Geste, die Laura nur zu gut kannte: Es war das Lächeln eines Mannes, der wusste, dass er gewinnen würde. Er trat einen Schritt näher, verringerte die Distanz zwischen ihnen, und streckte die Hand aus.
— *Ich habe gelogen.*
Die Fingerspitzen streiften die Eisenstange, die sie noch immer hielt, und Laura spürte die Hitze seiner Hand selbst durch das Metall. Er berührte sie nicht – noch nicht –, aber die Nähe reichte aus, um seinen Geruch wahrzunehmen: sauberer Schweiß, vermischt mit dem zitronigen Duft eines teuren Deos und etwas Primitiverem, das ihren Mund trocken werden ließ.
— *Haltung,* befahl er, seine Stimme jetzt tiefer, fast ein Knurren. — *Füße schulterbreit. Die Knie dürfen nicht über die Zehenspitzen hinausragen. Und atme tief ein, bevor du runtergehst, als würdest du tauchen.*
Laura gehorchte und stellte die Füße auf den Boden. Das Gewicht der Stange auf ihrem Rücken war vertraut, fast tröstlich, doch Rafaels Anwesenheit hinter ihr – so nah, dass sie die Wärme seines Körpers an ihrem Rücken spürte – verwandelte alles in etwas Neues. Etwas Gefährliches.
— *So ist es.* Seine Hand glitt ihren Rücken hinab, fest, korrigierte die Krümmung. — *Brust raus. Du machst dich zu eng.*
Rafaels Finger wanderten weiter hinab bis zum unteren Rücken, drückten leicht, und Laura musste sich auf die Lippe beißen, um nicht zu stöhnen. Es war kein Schmerz. Es war etwas anderes – ein elektrischer Strom, der ihre Wirbelsäule hinabschoss und sich zwischen ihren Beinen festsetzte, im Takt ihres beschleunigten Herzschlags pulsierte.
— *Jetzt runter.*
Sie gehorchte, kontrollierte die Bewegung, spürte, wie jeder Muskel brannte. Als sie den tiefsten Punkt erreichte, beugte Rafael sich über sie, sein Mund fast an ihrem Ohr.
— *Perfekt.* Das Wort war ein heißer, feuchter Hauch, und Laura spürte seinen Atem am Hals, der die Härchen an ihren Armen aufstellte. — *Jetzt hoch. Langsam.*
Sie richtete sich auf, doch es war nicht nur das Gewicht der Stange, das sie zittern ließ. Es war seine Hand, die nun an ihrer Seite hinabglitt, der Bewegung folgte, als würde er jede Kurve auswendig lernen. Als sie endlich aufrecht stand, wich Rafael nicht zurück. Er blieb dort, hinter ihr, so nah, dass sie spürte, wie sich sein Brustkorb bei jedem Atemzug an ihren Rücken schmiegte.
— *Gut,* murmelte er, und diesmal bestand kein Zweifel: Seine Stimme klang anders. Rauher. Intimer. — *Sehr gut.*
Laura drehte sich langsam um, hielt die Stange noch immer fest, und begegnete seinem Blick. Für einen Moment rührte sich keiner von ihnen. Die Luft zwischen ihnen schien aufgeladen, wie vor einem Gewitter, und Laura spürte den Impuls, sich vorzubeugen, die wenigen Zentimeter zwischen ihnen zu schließen. Doch dann blinzelte Rafael, als würde er aus einem Traum erwachen, und trat einen Schritt zurück.
— *Das war’s für heute,* sagte er, seine Stimme wieder professionell. Fast. — *Du hast dich gut geschlagen.*
Laura ließ die Stange mit einem *Klank* fallen, das Geräusch hallte durch den leeren Saal und schien den Bann zu brechen. Sie wischte sich mit der Hand über das Gesicht, trocknete den Schweiß, und versuchte, das Pochen ihres Körpers zu ignorieren, als wäre jede Nervenendung auf ihn eingestellt.
— *Ich brauche Wasser,* sagte sie, mehr zu sich selbst als zu ihm.
Rafael nickte, bewegte sich aber nicht. Stattdessen streckte er erneut die Hand aus, diesmal, um ihren Arm zu berühren – eine schnelle, fast unmerkliche Geste, die Laura den Atem anhalten ließ.
— *Nach dem Dehnen,* schlug er vor, seine Finger streiften die feuchte Haut ihres Unterarms. — *Ich habe eine neue Technik. Hilft bei der Beweglichkeit.*
Laura sah ihn an und versuchte zu entschlüsseln, was hinter diesen Worten steckte. War es eine Einladung? Eine Provokation? Oder nur ein weiterer Teil des Trainings?
— *In Ordnung,* stimmte sie zu, denn es gab keine andere mögliche Antwort. Denn tief in ihrem Inneren wollte sie wissen, wie weit das gehen konnte.
Rafael lächelte langsam und zufrieden, als hätte er eine Wette gewonnen, von der er nicht einmal wusste, dass er sie abgeschlossen hatte.
— *Dann los.* Er deutete zu den Matten in der Ecke des Studios, wo das Licht der Scheinwerfer einen goldenen, einladenden Kreis warf. — *Nach der letzten Serie kommt das Dehnen.*
Laura folgte Rafael zu den Matten, der kalte Boden des Studios kontrastierte mit der Hitze, die noch immer von ihrer Haut ausstrahlte. Der Schweiß trocknete langsam und hinterließ eine dünne Salzschicht auf ihren Schultern, ihrem Rücken, zwischen ihren Brüsten – eine taktile Erinnerung an jede Wiederholung, jeden Tropfen, der geflossen war, während er sie mit diesen dunklen, aufmerksamen Augen beobachtet hatte. Jetzt, im goldenen Licht der Scheinwerfer, wirkte der Raum kleiner, intimer, als hätte sich der Rest der Welt in Schatten aufgelöst.
— *Leg dich hier hin,* sagte er und zeigte auf die nächstgelegene Matte. Seine Stimme war leise, professionell, doch es lag ein neuer Unterton darin, etwas, das Lauras Magen zusammenzog.
Sie gehorchte und legte sich auf den Rücken, die Muskeln zitterten noch leicht von der Anstrengung. Rafael kniete sich neben sie, seine großen Hände legten sich auf ihre Knie. Die Berührung war leicht, fast klinisch, doch Laura spürte jeden seiner Fingerspitzen wie eine heiße Spur auf ihrer Haut.
— *Zuerst die Beine,* murmelte er und drückte eines gegen ihre Brust. — *Tief durchatmen.*
Sie gehorchte, atmete langsam ein, und als sie ausatmete, vertiefte Rafael die Dehnung, schob das Knie ein Stück näher. Laura biss sich auf die Unterlippe, nicht wegen des Schmerzes, sondern wegen des unerwarteten Gefühls – der Muskel dehnte sich, ja, aber auch seine Handfläche glitt ihren Oberschenkel hinab, die Finger verweilten einen Sekundenbruchteil länger als nötig an der Innenseite ihres Beins.
— *Spürst du das?* fragte er, die Augen auf sie gerichtet.
— *Ja,* antwortete sie, ihre Stimme rauer als beabsichtigt.
Rafael lächelte, ein Mundwinkel hob sich. — *Gut. Das bedeutet, es wirkt.*
Er wiederholte die Bewegung mit dem anderen Bein, und diesmal, als seine Finger die empfindliche Haut ihrer Leiste streiften, konnte Laura ein Schaudern nicht unterdrücken. Rafael bemerkte es. Natürlich bemerkte er es. Seine Augen verdunkelten sich für einen Moment, doch er hielt nicht inne, wich nicht zurück. Er fuhr einfach fort, als wäre diese Berührung ein natürlicher Teil des Prozesses.
— *Jetzt der Rücken,* sagte er und half ihr, sich auf den Bauch zu drehen.
Laura stützte die Stirn auf die verschränkten Arme, spürte die raue Matte an ihrer Wange. Rafael positionierte sich hinter ihr, seine großen Hände flach auf ihren Schultern. Er begann, in langsamen Kreisen zu massieren, die Daumen drückten auf bestimmte Punkte – nicht nur, um die Spannung zu lösen, sondern um zu erkunden, herauszufinden, wo sie am empfindlichsten war.
— *Hier,* murmelte er, seine Finger glitten ihren Rücken hinab. — *Du bist sehr verspannt.*
Laura stöhnte leise, als er die Basis ihres Rückens erreichte, direkt über der Taille. — *Das kommt von den Kniebeugen,* versuchte sie zu erklären, doch die Worte kamen abgehackt.
— *Oder von etwas anderem,* antwortete er, seine Stimme fast ein Flüstern.
Sie hatte keine Zeit zu antworten. Seine Hände glitten zu ihren Hüften, zogen sie leicht nach hinten, als wollte er ihre Position korrigieren. Doch die Bewegung ließ sie unwillkürlich den Rücken durchbiegen, und plötzlich spürte Laura die Hitze seines Körpers näher, seinen heißen Atem im Nacken.
— *Rafael…*
— *Pscht,* unterbrach er sie, seine Finger zeichneten einen langsamen Weg an ihrer Seite entlang, von der Taille bis zur Rippe. — *Nur noch ein bisschen.*
Laura schloss die Augen und versuchte, sich auf das Gefühl zu konzentrieren – das Gewicht seiner Hände, den festen, aber vorsichtigen Druck, die Art, wie seine Finger jede Kurve zu memorieren schienen. Doch es war unmöglich, zu ignorieren, wie weit das von einer einfachen Dehnung entfernt war. Jede Berührung war eine Frage, jede Bewegung eine Provokation.
— *Dreh dich wieder um,* befahl er, seine Stimme jetzt rauer.
Sie gehorchte und rollte sich auf den Rücken, begegnete seinem wartenden Blick. Rafael wich nicht aus, während seine Hände ihre Oberschenkel hinabglitten und sie leicht spreizten. Laura hielt den Atem an, als seine Finger die Innenseite streiften, fast – *fast* – dort, wo sie es am meisten wollte.
— *Beweglichkeit,* murmelte er, doch der Ton war reine Herausforderung.
— *Du genießt das,* warf sie ihm vor, atemlos.
Rafael lächelte langsam, gefährlich. — *Und du tust so, als nicht.*
Er beugte sich vor, die Arme stützte er zu beiden Seiten ihres Kopfes ab, sein Körper schwebte über ihrem. Laura spürte seinen Geruch – Schweiß vermischt mit etwas anderem, etwas Holzigem und Männlichem, das Parfüm, das sie schon von den Stunden im Studio kannte, das ihr jetzt aber intensiver, präsenter erschien.
— *Letzter Teil,* sagte er, sein Mund zu nah an ihrem Ohr. — *Der Nacken.*
Seine Hände umfassten ihren Nacken, die Finger massierten in kreisenden Bewegungen. Laura schloss die Augen, ließ den Kopf nach hinten sinken und entblößte die Kehle. Rafael widerstand nicht. Er beugte sich weiter vor, seine Lippen streiften die empfindliche Haut direkt unter ihrem Ohr.
— *Besser?* fragte er, seine Stimme ein Flüstern.
Laura antwortete nicht. Stattdessen drehte sie das Gesicht und fing seinen Mund in einem Kuss ein, der nichts Schüchternes an sich hatte. Rafael zögerte für eine Sekunde – eine Sekunde der Überraschung, vielleicht – bevor er mit der gleichen Intensität reagierte, seine Hände glitten in ihr Haar und zogen sie näher.
Der Kuss dauerte Sekunden, Minuten, eine Ewigkeit. Als sie sich trennten, waren beide außer Atem, die Lippen geschwollen, die Körper vibrierten vor etwas, das weit über körperliches Verlangen hinausging.
Rafael wich langsam zurück, seine Augen brannten in ihren. — *Ich glaube, das Dehnen hat funktioniert,* sagte er mit rauer Stimme.
Laura lachte leise und zitternd, strich sich mit der Hand über das Gesicht. — *Auf jeden Fall.*
Er stand auf und reichte ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen. Laura nahm sie, spürte seine Finger, die sich mit ihren verschränkten, fest und besitzergreifend. Als sie aufstand, bemerkte sie, dass ihre Beine noch immer zitterten – nicht vom Training, sondern von ihm.
Rafael beobachtete sie einen Moment lang, als würde er eine Entscheidung treffen. Dann sagte er mit einem Lächeln, das viel mehr versprach: — *Geh dich umziehen. Ich warte draußen auf dich.*
Laura nickte, doch bevor sie sich abwenden konnte, hielt er ihr Handgelenk fest und zog sie für einen letzten Kuss zurück – schnell, intensiv, ein besiegeltes Versprechen.
— *Lass dir nicht zu viel Zeit,* murmelte er an ihren Lippen.
Dann ließ er sie los und überließ sie ihrem pochenden Herzen und der Gewissheit, dass zwischen ihnen nach dieser Nacht nichts mehr so sein würde wie zuvor.
Der Frauenumkleideraum roch nach Chlor und Kokosnussseife, ein frischer Duft, der im Kontrast zu der feuchten Hitze stand, die noch immer unter Lauras Haut pulsierte. Sie stützte sich auf das kühle Marmorwaschbecken, die Finger um den Rand gekrallt, bis die Knöchel weiß wurden. Das Wasser aus dem Hahn schoss in eiskalten Strahlen über ihre Hände, doch es reichte nicht, um das Feuer zu löschen, das sich unter ihrer Haut ausbreitete. Jeder Atemzug kam abgehackt, als wäre die Luft mit Elektrizität aufgeladen.
*Verdammt.*
Sie schloss die Augen und versuchte, sich auf den Rhythmus ihres Atems zu konzentrieren, doch die Erinnerung an Rafaels Hände war zu aufdringlich. Die Art, wie seine Finger über die Kurve ihres Rückens geglitten waren, während des Dehnens – fest, aber behutsam, als wüsste er genau, wo er drücken musste, um sie zum Zittern zu bringen. Und sie hatte gezittert. Nicht vor Erschöpfung, nicht vor Kälte – sondern vor dieser Hitze, die im Nacken begann und in Wellen bis in die Zehenspitzen hinabfloss.
Laura öffnete die Augen und musterte ihr Spiegelbild. Die Wangen waren gerötet, die Lippen leicht geöffnet, als würde sie seinen Geschmack noch immer spüren. Sie strich mit den Fingern über den Hals, folgte der Linie, die Rafaels Mund Minuten zuvor nachgezeichnet hatte, und erschauderte. *Das war nicht professionell. Das war nicht richtig.* Doch, Gott, wie gut es sich anfühlte.
Sie wandte sich mit einem Seufzer vom Waschbecken ab und begann, sich umzuziehen, versuchte, die Art zu ignorieren, wie der Stoff ihres Slips zwischen ihren Beinen rieb, zu empfindlich. Jede Bewegung fühlte sich verstärkt an, als wäre ihr ganzer Körper auf eine andere Frequenz eingestellt. Der Sport-BH kam mit einem schnellen Ruck ab, und sie biss sich auf die Lippe, als die kühle Luft ihre harten Brustwarzen traf. *Nein. Hör auf damit.* Doch es war unmöglich. Rafael hatte etwas in ihr geweckt, das nicht mehr ignoriert werden konnte.
Sie zog die Jeans langsam an, als würde sie den Moment hinauszögern, hinauszugehen, sich dem zu stellen, was danach kommen würde. Das T-Shirt war einfacher – weiche Baumwolle auf der noch warmen Haut. Als sie die Turnschuhe band, schienen die Schnürsenkel enger als sonst, als würden selbst die Gegenstände um sie herum sich verschwören, um sie noch bewusster für jede Empfindung zu machen.
Bevor sie ging, blieb Laura noch einmal vor dem Spiegel stehen. Sie strich sich mit den Fingern durch die feuchten Haare, versuchte, die widerspenstigen Strähnen zu bändigen, gab aber auf. Es gab keine Möglichkeit, den Glanz in ihren Augen, die Anspannung in ihren Schultern, die Art, wie ihr Körper vibrierte, als würde er auf etwas warten, zu verbergen. Sie atmete tief durch und öffnete die Tür.
Und da stand er.
Rafael lehnte an der Wand des Flurs, ein Bein angewinkelt, die Schuhsohle gegen den Beton gepresst. Das gelbliche Licht der Studio-Scheinwerfer warf Schatten auf sein Gesicht, betonte die Kontur seines Kiefers, die Kurve seiner Lippen. Er hielt eine Wasserflasche in einer Hand, die langen Finger umschlossen das Plastik, als wäre es etwas Kostbares. Als er sie sah, breitete sich ein langsames Lächeln auf seinem Gesicht aus, das ihren Magen verknoten ließ.
— Du hast lange gebraucht — sagte er, die Stimme leise, fast ein Murmeln. Doch es lag keine Ungeduld in diesen Worten. Nur etwas Gefährlicheres. Etwas, das die Luft zwischen ihnen noch dichter werden ließ.
Laura verschränkte die Arme, als könnte sie sich damit schützen. — Ich musste mich umziehen.
— Ich weiß. — Er stieß sich mit der Schulter von der Wand ab und richtete sich auf. Die Wasserflasche schwankte leicht in seiner Hand. — Aber ich dachte, du würdest durch den Hinterausgang verschwinden.
Sie lachte, doch der Klang klang zerbrechlicher, als sie wollte. — Ich bin keine Feigling.
— Nein? — Rafael trat einen Schritt näher, verringerte die Distanz zwischen ihnen. Sein Geruch drang in den Raum – sauberer Schweiß, männliche Seife, etwas Tieferes, wie Leder und Gewürze. — Denn ich stehe hier schon seit fünf Minuten, und du bist nicht aus der Umkleide gekommen.
Laura schluckte. — Vielleicht habe ich nachgedacht.
— Worüber?
*Darüber, wie groß deine Hände sind. Darüber, wie sie mich berührt haben, als wäre ich etwas Zerbrechliches. Darüber, wie sehr ich will, dass du das wieder tust, aber ohne Kleidung dazwischen.*
— Darüber, wie sehr meine Muskeln morgen schmerzen werden — log sie.
Rafael neigte den Kopf, seine dunklen Augen musterten ihr Gesicht, als wüsste er genau, woran sie wirklich dachte. — Deshalb habe ich das hier mitgebracht. — Er hob die Wasserflasche und schüttelte sie leicht. — Flüssigkeit nach dem Training. Unverzichtbar.
— Bringst du deinen Schülerinnen immer Wasser?
— Nur denen, die das Training mit zitternden Beinen beenden.
Lauras Gesicht brannte. *Verdammt.* Er hatte es bemerkt. Natürlich hatte er das.
Rafael trat noch einen Schritt näher, jetzt nah genug, dass sie die Hitze seines Körpers spürte, selbst ohne Berührung. — Und denen, die mich berühren lassen, als gäbe es niemanden sonst im Studio.
Sie hielt den Atem an. — Rafael…
— Laura. — Er sagte ihren Namen, als würde er ihn kosten, als wäre er etwas Süßes auf der Zunge. — Ich wohne zwei Blocks von hier. In meinem Kühlschrank steht Wein. Und ich habe ein Sofa, das perfekt für Dehnübungen ist.
Sie wusste, dass sie nein sagen sollte. Sie wusste, dass sie nach Hause gehen, eine kalte Dusche nehmen und so tun sollte, als wäre nichts davon passiert. Doch die Art, wie er sie ansah – als würde er sie sich bereits nackt vorstellen, als wüsste er genau, was er mit ihr anstellen würde –, war zu viel.
— Lädst du mich zu einem *Erholungsdrink* ein? — fragte sie, ihre Stimme rauer als beabsichtigt.
— Ich lade dich zu etwas ein, das deine Muskeln morgen auf eine ganz andere Art schmerzen lassen wird.
Laura lachte nervös, wich aber nicht zurück. — Ist das eine Einladung oder eine Drohung?
— Beides. — Er streckte die Hand aus, seine Finger streiften leicht ihre. — Komm.
Und sie ging.
Nicht, weil es einfach war. Nicht, weil es sicher war. Sondern weil es in diesem Moment, mit dem pochenden Herzen und dem Körper, der noch immer von seiner Berührung pulsierte, keine andere Option gab.
Rafael verschränkte seine Finger mit ihren und zog sie sanft den Flur entlang. Laura folgte ihm, spürte das Gewicht seines Blicks auf ihrem Rücken, als wäre jeder Schritt, den sie tat, eine Kapitulation.
Und vielleicht war es das.
Als sie die Tür des Studios erreichten, war die Nachtluft kühl, doch Laura spürte sie kaum. Rafaels Wärme an ihrer Seite reichte aus, um sie warm zu halten. Er ließ ihre Hand nicht los, während sie den Gehweg entlanggingen, ihre Schritte synchronisiert, als würden sie bereits den Rhythmus des anderen kennen.
— Du bist so still — bemerkte er nach ein paar Minuten.
— Ich denke nach.
— Worüber?
Sie sah ihn an, ihre Augen glänzten im Licht der Straßenlaternen. — Darüber, dass ich das nicht tun sollte.
Rafael blieb plötzlich stehen und drehte sich zu ihr um. Seine freie Hand hob sich, die Knöchel streiften ihre Wange. — Und willst du?
Laura antwortete nicht. Nicht mit Worten. Stattdessen neigte sie das Gesicht und drückte ihre Lippen auf seine Handfläche. Ein sanfter Kuss, aber voller Versprechen.
Rafael atmete tief ein, seine Finger schlossen sich leicht um ihre Wange. — Letzte Chance, es dir anders zu überlegen.
Sie lächelte. — Nein.
Und dann zog er sie näher, ihre Lippen trafen sich in einem Kuss, der nicht mehr schüchtern war. Er war hungrig. Er war eine Bestätigung.
Laura schloss die Augen und ließ sich fallen. Die Welt um sie herum verschwand – es gab nur noch sie, die Hitze, das Verlangen und die Gewissheit, dass es in dieser Nacht kein Zurück mehr geben würde.
Der Aufzug fuhr lautlos nach oben, das metallische Summen erfüllte den Raum zwischen ihnen. Laura spürte das Gewicht von Rafaels Blick auf sich, heiß wie die Hand, die er an ihrem unteren Rücken hielt, die Finger leicht gegen den feuchten Stoff ihres Shirts gedrückt. Der Geruch von getrocknetem Schweiß vermischte sich mit seinem zitronigen Parfüm – dieser Duft, den sie bereits mit langen Nächten und angespannten Muskeln verband – erfüllte ihre Nase und ließ ihren Magen sich zusammenziehen.
— Vierter Stock — murmelte er, seine Stimme rau, als wüsste er bereits, dass die nächsten Worte überflüssig sein würden.
Die Tür öffnete sich mit einem leisen *Ping*, und Rafael deutete an, dass sie zuerst hinausgehen sollte. Laura zögerte einen Moment, die Finger um den Riemen ihrer Tasche gekrallt. Der Flur war leer, beleuchtet von einem gelblichen Licht, das lange Schatten unter ihre Füße warf. Als er an ihr vorbeiging, streifte sein Arm ihren, und die Berührung reichte aus, um ihre Haut kribbeln zu lassen.
Die Wohnung war genau so, wie sie sie sich vorgestellt hatte: minimalistisch, mit dunklen Möbeln und kahlen Wänden, abgesehen von einem abstrakten Gemälde in Rottönen, das unter dem indirekten Licht zu pulsieren schien. Rafael legte die Schlüssel in eine Metallschale auf dem Couchtisch und drehte sich zu ihr um, seine dunklen Augen musterten sie von oben bis unten.
— Willst du Wasser? — fragte er, doch der Ton war zu lässig, als würde er Zeit schinden.
Laura schüttelte den Kopf und ließ ihre Tasche mit einem dumpfen Aufprall zu Boden fallen.
— Nein.
Er lächelte langsam, seine Lippen verzogen sich auf eine Weise, die ihre Brust zusammenzog.
— Dann setz dich. — Er deutete auf das schwarze Ledersofa, bewegte sich aber nicht, um sich zu ihr zu setzen. Stattdessen blieb er stehen und beobachtete sie mit einer Intensität, die sie das Gefühl gab, unter einem Scheinwerfer zu stehen.
Laura setzte sich auf die Kante des Sofas, die Oberschenkel aneinandergedrückt, die Hände auf die Knie gestützt. Der Stoff ihrer Leggings war noch feucht vom Schweiß und klebte an ihrer Haut, und sie spürte, wie die Hitze von ihr ausstrahlte, als wäre das Training nicht beendet, sondern nur in etwas anderes übergegangen.
Rafael trat langsam näher und blieb wenige Zentimeter vor ihr stehen. Er beugte sich vor, stützte die Hände auf die Armlehnen des Sofas und schloss sie zwischen seinen Armen ein. Sein Geruch – jetzt stärker, vermischt mit der Hitze seines Körpers – drang in ihre Sinne.
— Du bist angespannt — murmelte er, seine Lippen fast ihr Ohr berührend.
— Bin ich nicht.
— Doch. — Seine Finger glitten ihren Arm hinab, langsam, absichtlich, bis sie die Kurve ihrer Schulter fanden. — Ich kann das beheben.
Laura schluckte. Die Berührung war leicht, fast keusch, doch sie reichte aus, um ihren Atem stocken zu lassen.
— Wie?
Rafael antwortete nicht sofort. Stattdessen wich er gerade so weit zurück, um sie anzusehen, seine dunklen Augen funkelten mit etwas, das sie nicht deuten konnte – Belustigung, vielleicht, oder etwas Gefährlicheres.
— Zuerst sag mir eins. — Seine Hand hob sich, die Knöchel streiften die Linie ihres Kiefers. — Hast du schon mal daran gedacht? Wie es sein würde?
Lauras Gesicht wurde heiß. Es war keine Frage, die sie erwartet hatte, nicht hier, nicht in diesem Moment. Doch die Wahrheit entwich ihr, bevor sie sie zurückhalten konnte.
— Ja.
— Wann?
— In der Umkleide. — Die Worte kamen leise, fast ein Flüstern. — Als du mir beim Dehnen geholfen hast.
Er lächelte zufrieden.
— Ich auch.
Sein Daumen zog ihre Unterlippe leicht nach unten. Laura hielt den Atem an, spürte, wie ihr ganzer Körper auf diese Berührung reagierte, als wäre jede Nervenendung mit diesem Punkt verbunden.
— Und was hast du dir vorgestellt? — fragte er, seine Stimme jetzt rauer, tiefer.
Sie zögerte, doch seine Hand glitt bereits hinab, seine Finger strichen über ihren Hals und drückten leicht auf die Stelle, wo ihr Puls unkontrolliert schlug.
— Wie du mich küsst — gestand sie, ihre Stimme brach. — Gegen die Wand.
Rafael lachte leise, ein tiefer, gutturaler Laut, der durch den Raum hallte.
— Das gefällt mir.
Bevor sie antworten konnte, zog er sie hoch, seine Hände fest an ihrer Taille. Laura stieß einen überraschten Laut aus, als er sie herumdrehte und gegen die Wand des Wohnzimmers presste, sein warmer, fester Körper an ihrem. Die Luft entwich ihren Lungen, als er ihre Handgelenke packte, sie über ihren Kopf hob und dort mit einer Hand festhielt.
— So? — murmelte er, seine Lippen schwebten über ihren, so nah, dass sie die Hitze seines Atems spürte.
Laura nickte, die Worte blieben ihr im Hals stecken.
Er küsste sie nicht. Noch nicht. Stattdessen beugte er sich vor, seine Lippen streiften die Kurve ihres Halses, wo die Haut noch feucht vom Schweiß war. Sie erschauderte, als er mit der Zunge darüberfuhr, langsam, absichtlich, als würde er jeden Zentimeter von ihr kosten. Seine Zähne streiften leicht, und Laura stöhnte leise, ihre Beine zitterten.
— Rafael…
— Pscht. — Seine freie Hand glitt über ihren Körper, die Finger zeichneten die Linie ihres Schlüsselbeins nach, wanderten hinab über das Brustbein, bis sie den Saum ihres Shirts fanden. — Ich sagte doch, ich würde das beheben.
Er zog den Stoff nach oben und entblößte die warme Haut ihres Bauches. Laura bog unwillkürlich den Rücken durch, als er den Kopf senkte und seine Lippen einen Kuss direkt unter ihren Nabel drückten. Seine Finger folgten demselben Weg, glitten unter den Bund ihrer Leggings und fanden den elastischen Saum ihres Slips.
— Du bist so nass — murmelte er, seine Stimme rau, während seine Finger den feuchten Stoff streiften. — Ist das vom Training oder von mir?
Laura biss sich auf die Lippe, versuchte, das Stöhnen zu unterdrücken, das in ihrer Kehle aufstieg.
— Von beidem.
Rafael stieß einen tiefen, fast animalischen Laut aus, und dann war sein Mund auf ihrem, endlich. Der Kuss war nicht sanft. Er war hungrig, verzweifelt, als würde er versuchen, sie zu verschlingen. Laura erwiderte ihn mit der gleichen Intensität, ihre Hände kämpften gegen seinen Griff, wollten berühren, packen, ihn näher ziehen.
Er ließ sie nur so lange los, wie nötig war, um ihr Shirt über den Kopf zu ziehen und sie nur mit dem dünnen schwarzen Sport-BH zurückzulassen, der kaum ihre Brüste bedeckte. Rafael wich einen Schritt zurück, seine Augen musterten sie von oben bis unten, als würde er jede Kurve auswendig lernen.
— Verdammt — murmelte er, seine Stimme rau. — Du bist wunderschön.
Laura spürte, wie ihr das Blut in die Wangen schoss, doch sie hatte keine Zeit zu antworten. Er war bereits wieder da, seine großen Hände bedeckten ihre Brüste, die Daumen streiften durch den Stoff über ihre Brustwarzen. Sie bog den Rücken durch, ein Stöhnen entwich ihr, als er fester zudrückte.
— Rafael, bitte…
— Bitte was? — Er neigte den Kopf, seine Lippen streiften ihre Schulter. — Sag es.
— Ich will… — Sie schluckte, die Worte blieben ihr im Hals stecken. — Ich will dich.
Er lachte leise, zufrieden, und dann waren seine Hände an ihrer Taille, zogen sie von der Wand weg. Laura stolperte, doch er hielt sie fest und führte sie zum Sofa. Bevor sie sich setzen konnte, drehte er sie mit dem Rücken zu sich und drückte sie gegen die Lehne des Möbels.
— Hände hier — befahl er und führte ihre Finger an den Rand des Sofas.
Laura gehorchte und spürte das kalte Leder unter ihren Handflächen. Rafael beugte sich über sie, seine Brust warm an ihrem Rücken, seine Erektion drückte gegen die Kurve ihres Pos. Sie biss sich auf die Lippe, als er ihr Haar zur Seite schob und ihren Nacken entblößte.
— Vertraust du mir? — murmelte er, seine Lippen streiften die empfindliche Haut hinter ihrem Ohr.
Laura nickte, ihr Herz schlug so laut, dass sie sicher war, er könnte es hören.
— Dann beweg dich nicht.
Sie spürte, wie seine Hände an ihrer Taille hinabglitten, seine Finger hakten sich in den Bund ihrer Leggings. Ein Ruck, und der Stoff glitt ihre Beine hinab, zog den Slip mit sich. Die kühle Luft des Raumes streifte ihre nackte Haut und ließ sie erschaudern.
Rafael gab ihr keine Zeit, sich an das Gefühl zu gewöhnen. Eine große Hand bedeckte ihre Scham, seine Finger glitten zwischen ihre feuchten Lippen und fanden ihre Klitoris mit einer Präzision, die sie aufkeuchen ließ.
— Rafael!
— Still — flüsterte er, seine Stimme ein tiefes Knurren. — Du machst mich verrückt, wenn du diese Geräusche machst.
Laura biss sich fest auf die Lippe, versuchte, die Stöhnen zu unterdrücken, während er sie berührte, seine Finger kreisten, drückten, jeden Zentimeter von ihr erkundeten. Sie spürte, wie ihr Körper sie verriet, ihre Hüften bewegten sich instinktiv gegen seine Hand, suchten mehr Reibung.
— Bitte — flehte sie, ihre Stimme brach. — Ich brauche…
— Was? — Er hielt plötzlich inne, seine Finger bewegten sich nicht mehr. — Sag es.
— Dich in mir.
Rafael stieß einen kehligen Laut aus, und dann verließ seine Hand ihren Körper. Laura hörte das Geräusch eines Reißverschlusses, das Rascheln von Kleidung, die zu Boden fiel. Sie versuchte, sich umzudrehen, doch er hielt sie fest, eine Hand fest in ihrem Nacken.
— Noch nicht.
Sie spürte die Kühle von etwas Glattem an ihrem Eingang, und Laura hielt den Atem an, als sie die Textur des Kondoms erkannte.
— Rafael…
— Pscht. — Er beugte sich wieder über sie, seine Lippen streiften ihr Ohr. — Entspann dich.
Und dann drang er in sie ein, langsam, unerbittlich, füllte sie Zentimeter für Zentimeter. Laura stöhnte leise, ihre Nägel gruben sich in das Leder des Sofas, während ihr Körper sich an ihn anpasste. Rafael hielt inne, als er vollständig in ihr war, sein Atem schwer an ihrem Nacken.
— Verdammt, Laura — murmelte er, seine Stimme rau. — Du bist so eng.
Sie konnte nicht antworten. Alles, was sie tun konnte, war, den Rücken durchzubiegen und sich gegen ihn zu drücken, stumm um mehr bettelnd.
Rafael verstand die Bitte. Seine Hände fanden ihre Hüften, hielten sie fest, während er sich zu bewegen begann, zunächst langsam, doch schnell an Tempo gewann. Das Geräusch von Haut auf Haut erfüllte den Raum, vermischte sich mit ihren Stöhnen und seinen tiefen Grunzlauten.
Laura spürte, wie sich die Lust in ihr aufbaute, sich zusammenzog, wuchs, bis es keinen Raum mehr für etwas anderes gab als das Gefühl von ihm in ihr, um sie herum, der sie auf jede erdenkliche Weise ausfüllte. Seine Finger fanden erneut ihre Klitoris, kreisten in schnellen, präzisen Bewegungen, und das reichte.
Sie kam mit einem erstickten Schrei, ihr Körper zitterte, während Wellen der Lust sie durchfluteten. Rafael hörte nicht auf, bewegte sich weiter in ihr, verlängerte den Orgasmus, bis sie kraftlos war, nur noch auf Händen und Knien gestützt.
Er hielt sie fester, seine Stöße wurden schneller, drängender, bis auch er kam, ein tiefes Knurren entwich seinen Lippen, als er sich ein letztes Mal tief in ihr vergrub.
Für einen Moment gab es nichts außer ihren keuchenden Atemzügen, dem Geruch von Schweiß und Sex, der sich in der Luft vermischte. Rafael beugte sich über sie, seine Lippen streiften ihre Schulter, bevor er sich langsam zurückzog.
Laura drehte sich um, ihre Beine zitterten, und begegnete seinem Blick. Rafael war außer Atem, sein Haar feucht vom Schweiß, die Lippen leicht geöffnet. Er beobachtete sie einen Moment lang, als würde er etwas abwägen, und streckte dann die Hand aus.
— Komm.
Sie zögerte nur einen Augenblick, bevor sie ihre Finger mit seinen verschränkte. Rafael zog sie an sich und küsste sie sanft, seine Lippen weich auf ihren.
— Das war erst der Anfang — murmelte er, seine Stimme noch rau.
Laura spürte, wie ein Schauer ihren Rücken hinablief.
— Ich weiß.
Rafaels Schlafzimmer war ein Raum der Kontraste – dunkle, fast samtige Wände unter dem bernsteinfarbenen Licht der Nachttischlampe, ägyptische Baumwolllaken, so weich, dass sie unter der Haut zu zerfließen schienen, und der anhaltende Duft von Sandelholz, vermischt mit dem salzigen Aroma des Schweißes, der noch immer an ihnen beiden haftete. Laura hatte kaum Zeit, die Details aufzunehmen, bevor er sie zum Bett führte, seine Hände fest an ihren Hüften, als würde er noch immer ihre Haltung korrigieren, doch jetzt mit einer völlig anderen Absicht.
Sie ließ sich auf die Matratze fallen, die Muskeln ihrer Beine brannten auf köstliche Weise, der Stoff der Leggings klebte noch an ihrer feuchten Haut. Rafael beeilte sich nicht. Er blieb am Rand des Bettes stehen, seine Augen musterten jeden Zentimeter von ihr, als würde er die Landkarte ihres Körpers auswendig lernen, bevor er ihn für sich beanspruchte. Das goldene Licht zeichnete Schatten auf die definierten Linien seines Bauches, die Vertiefungen seiner Arme, die Kurve seines Kiefers, wo sich ein Muskel leicht anspannte, als würde er sich zurückhalten.
— Du siehst so wunderschön aus — murmelte er, seine Stimme tief, fast ein Knurren. — Ganz verschwitzt, atemlos… als wärst du dafür gemacht.
Laura biss sich auf die Unterlippe, spürte, wie die Hitze ihren Hals hinaufkroch. Seine Worte waren eine Berührung für sich, rau und süß zugleich. Sie streckte die Hand aus, ihre Finger streiften seinen Oberschenkel, spürten, wie der Stoff seiner Jogginghose unter dem Druck nachgab.
— Und du redest zu viel — erwiderte sie, ihre Stimme zitterte, doch das Lächeln auf ihren Lippen strafte die Provokation Lügen.
Rafael lachte, ein tiefer Klang, der in der Luft zwischen ihnen vibrierte. Dann kniete er sich ohne Eile an den Rand des Bettes, seine Hände glitten über ihre Oberschenkel, drückten leicht, bevor sie zum Saum ihrer Leggings hinaufwanderten. Laura bog unwillkürlich den Rücken durch, als seine Finger die empfindliche Haut ihrer Taille streiften, die Berührung so leicht, dass es fast eine Qual war.
— Geduld — flüsterte er und beugte sich vor, um den Knochen ihres Hüftgelenks zu küssen, direkt über dem Bund. — Ich will jeden Zentimeter genießen.
Sie stöhnte, als seine Lippen ihre freigelegte Haut fanden, seine Zunge einen langsamen Weg zu ihrem Nabel zeichnete. Laura vergrub die Finger in seinem Haar und zog ihn näher, doch Rafael widerstand, hielt ihre Handgelenke mit einer Hand fest und drückte sie über ihren Kopf.
— Noch nicht — sagte er, seine Stimme rau. — Lass mich dich ausziehen.
Das erste Kleidungsstück, das verschwand, war ihr Shirt. Rafael zog es langsam aus, seine Knöchel streiften die Seiten ihres Körpers und ließen sie erschaudern. Als der Stoff endlich über ihre Arme glitt, warf er ihn nicht einfach beiseite – stattdessen faltete er ihn sorgfältig und legte ihn auf den Nachttisch, als wäre jede Bewegung Teil eines Rituals. Laura spürte die kühle Nachtluft auf ihren Brüsten, ihre Brustwarzen waren bereits hart und verlangten nach Aufmerksamkeit. Doch er berührte sie nicht. Stattdessen beugte er sich vor, um ihr Schlüsselbein zu küssen, seine Zunge zeichnete die Linie des Knochens nach, bevor sie hinabglitt, langsam, unaufhaltsam, bis in das Tal zwischen ihren Brüsten.
— Rafael… — flüsterte sie, sein Name eine Bitte.
— Was? — murmelte er gegen ihre Haut, seine Zähne streiften leicht eine Brustwarze, bevor er warme Luft darüber blies. — Willst du, dass ich aufhöre?
— Wag es ja nicht.
Er lachte erneut, doch der Klang erstarb, als er schließlich die Lippen um ihre Brustwarze schloss und fest genug saugte, um sie den Rücken durchbiegen zu lassen, ein Stöhnen entwich ihren leicht geöffneten Lippen. Laura spürte, wie sich die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen sammelte, der Stoff der Leggings war jetzt eine unerträgliche Barriere. Rafael bemerkte es. Natürlich bemerkte er es.
Mit einer fließenden Bewegung ließ er ihre Handgelenke los und glitt mit den Händen zu ihrem Hosenbund, zog ihn zusammen mit dem Slip hinab. Laura hob die Hüften, um ihm zu helfen, ihre Zehen krümmten sich, als die Luft ihre nackte Haut traf. Rafael zog das Kleidungsstück nicht mit einem Ruck aus – er zog es langsam herunter, küsste jeden Zentimeter Haut, den er freilegte: die Innenseiten ihrer Oberschenkel, die Knie, die Waden, bis sie völlig nackt vor ihm lag, verletzlich und zitternd.
— Verdammt — murmelte er, seine dunklen Augen musterten sie, als sähe er sie zum ersten Mal. — Du bist perfekt.
Laura spürte, wie ihre Wangen brannten, doch sie wich seinem Blick nicht aus. Stattdessen streckte sie die Hand aus und zog ihn zu sich. Rafael widerstand nicht. Er legte sich auf sie, das Gewicht seines Körpers drückte sie in die Matratze, seine warme, feuchte Haut an ihrer. Laura schlang die Beine um seine Taille, spürte seine Erektion durch den Stoff seiner Hose und stöhnte, als er sich an ihr rieb, die Reibung fast unerträglich.
— Ich brauche dich — flüsterte sie, ihre Nägel gruben sich in seinen Rücken. — Jetzt.
Rafael brauchte keine zweite Aufforderung. Er wich gerade so weit zurück, um seine Hose auszuziehen, seine Augen verließen nie die ihren, während er sich der letzten Barriere zwischen ihnen entledigte. Laura beobachtete, hypnotisiert, wie sich seine Bauchmuskeln bei der Bewegung anspannten, wie das Licht mit den Schweißtropfen spielte, die über seine Brust liefen. Als er zu ihr zurückkehrte, war er nackt, seine Haut glühte, sein steifes Glied drückte gegen ihren Oberschenkel.
— Bist du sicher? — fragte er, seine Stimme angespannt, als würde er sich an einem seidenen Faden festhalten.
Laura antwortete, indem sie ihre Finger um ihn schloss und spürte, wie er in ihrer Hand pulsierte. Rafael schloss für einen Moment die Augen, ein leises Stöhnen entwich seinen Lippen.
— Spiel nicht mit mir — knurrte er, doch seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln.
— Dann lass mich nicht warten.
Er wartete nicht. Mit einer schnellen Bewegung positionierte er sich zwischen ihren Beinen, die Spitze seines Gliedes streifte ihren feuchten Eingang. Laura biss sich auf die Unterlippe, ihre Hüften hoben sich instinktiv, suchten mehr. Rafael hielt sie an den Hüften fest und hielt sie an Ort und Stelle.
— Langsam — murmelte er und beugte sich vor, um sie zu küssen. — Ich will jeden Zentimeter spüren.
Und dann drang er in sie ein.
Laura bog den Rücken durch, ein lautes Stöhnen entwich ihren Lippen, als er langsam, bedacht in sie eindrang, jede Bewegung eine köstliche Qual. Rafael beeilte sich nicht. Er zog sich fast vollständig zurück, bevor er wieder zustieß, seine Augen auf ihre gerichtet, beobachtete jede Reaktion, jedes Zittern, jeden Seufzer. Laura vergrub die Finger in seinem Haar und zog ihn zu einem verzweifelten Kuss heran, ihre Zungen verschlangen sich, während er sie ausfüllte, jeder Stoß tiefer als der vorherige.
— Mehr — flehte sie, ihre Nägel gruben sich in seine Schultern. — Bitte.
Rafael gehorchte. Er beschleunigte das Tempo, seine Hüften schlugen gegen ihre, das Geräusch von Haut auf Haut hallte durch den Raum. Laura spürte, wie sich die Lust in ihr aufbaute, eine wachsende Welle, die sie ganz zu verschlingen drohte. Sie schloss die Augen, verlor sich in der Empfindung, doch Rafael hielt ihr Kinn fest und zwang sie, ihn anzusehen.
— Sieh mich an — befahl er, seine Stimme rau. — Ich will sehen, wie du kommst.
Laura konnte nicht widerstehen. Ihre Augen öffneten sich und trafen seinen Blick, dunkel und intensiv, voller eines Hungers, der ihren eigenen widerspiegelte. Sie spürte, wie sich der Orgasmus näherte, jeder Muskel ihres Körpers zog sich in Erwartung zusammen. Rafael bemerkte es. Er ließ ihre Hüften los und schob eine Hand zwischen sie, seine Finger fanden ihre geschwollene Klitoris und drückten in langsamen, festen Kreisen.
— Komm für mich — flüsterte er, seine Stimme ein Befehl und eine Bitte zugleich.
Und Laura gehorchte.
Die Lust traf sie wie eine Welle, brach über ihr zusammen in heftigen Zuckungen. Sie schrie, ihr Körper wand sich unter ihm, ihre Nägel gruben sich in Rafaels Rücken, während er sich weiter in ihr bewegte und den Orgasmus verlängerte, bis sie kraftlos war, nur noch auf Händen und Knien gestützt.
Er hielt sie fester, seine Stöße wurden schneller, drängender, bis auch er kam, ein tiefes Knurren entwich seinen Lippen, als er sich ein letztes Mal tief in ihr vergrub.
Für einen Moment gab es nichts außer ihren keuchenden Atemzügen, dem Geruch von Schweiß und Sex, der sich in der Luft vermischte. Rafael beugte sich über sie, seine Lippen streiften ihre Schulter, bevor er sich langsam zurückzog.
Laura drehte sich um, ihre Beine zitterten, und begegnete seinem Blick. Rafael war außer Atem, sein Haar feucht vom Schweiß, die Lippen leicht geöffnet. Er beobachtete sie einen Moment lang, als würde er etwas abwägen, und streckte dann die Hand aus.
— Komm.
Sie zögerte nur einen Augenblick, bevor sie ihre Finger mit seinen verschränkte. Rafael zog sie an sich und küsste sie sanft, seine Lippen weich auf ihren.
— Das war erst der Anfang — murmelte er, seine Stimme noch rau.
Laura spürte, wie ein Schauer ihren Rücken hinablief.
— Ich weiß.
Das Schlafzimmer bewahrte noch immer die Wärme ihrer ineinander verschlungenen Körper, die Luft war schwer vom moschusartigen Duft des Sex und der leichten Zitrusnote von Rafaels Schweiß. Die einst makellosen Laken waren zerwühlt, zur Seite gezogen, als wären sie Zeugen eines stillen, lustvollen Kampfes gewesen. Laura kuschelte sich an seine Brust, ihre Finger zeichneten träge Kreise auf seine feuchte Haut und spürten den langsamer werdenden Rhythmus seines Herzschlags unter ihren Rippen. Er legte einen Arm um sie und zog sie näher, als wollte er ihre Körper zu einem verschmelzen.
— Morgen wirst du mich hassen — murmelte Rafael, seine Stimme noch rau von der Dringlichkeit, die sie Minuten zuvor verzehrt hatte. Seine Lippen streiften ihre Schläfe, warm und feucht, während ein leises Lachen in seiner Brust vibrierte. — Diese Kniebeugen? Du wirst jeden einzelnen in deinen Oberschenkeln spüren.
Laura stieß ein gespielt empörtes Stöhnen aus, doch das Lächeln, das sich auf ihren Lippen ausbreitete, verriet das heimliche Vergnügen, das sie bei dem Gedanken empfand. Sie hob den Kopf, ihre Augen funkelten im sanften Licht der Lampe, und biss leicht in sein Kinn, spürte, wie sein Dreitagebart ihre Haut kratzte.
— Das ist nur fair — erwiderte sie, ihre Stimme träge, fast ein Flüstern. — Immerhin wirst auch du etwas spüren. Und ich habe heute nicht nur an deinen Beinen gearbeitet.
Rafael lachte, ein tiefer, ehrlicher Klang, der durch das Zimmer hallte. Seine Hände glitten über ihren Rücken, hinab bis zur Kurve ihrer Hüften, wo sich seine Finger leicht spannten, als würde er die Festigkeit der Muskeln unter der weichen Haut testen.
— Ach, wirklich? — neckte er, seine dunklen Augen funkelten vor Schalk. — Dann war ich also dein *Lieblingsgerät* heute?
Sie antwortete nicht mit Worten. Stattdessen beugte sie sich vor und küsste ihn, ihre weichen Lippen trafen seine in einer langsamen, fast trägen Berührung. Der Kuss vertiefte sich natürlich, ihre Zungen fanden sich in einem vertrauten Rhythmus, als hätten sie bereits den Takt des anderen auswendig gelernt. Rafael stöhnte leise gegen ihren Mund, seine Hände glitten in ihr feuchtes Haar und zogen sie näher, als könnten sie selbst jetzt, erschöpft, nicht genug voneinander bekommen.
Als sie sich voneinander lösten, waren Lauras Lippen leicht geschwollen, ihre Augen halb geschlossen in einer trägen Zufriedenheit.
— Du weißt, dass ich nicht nur vom Training gesprochen habe — murmelte sie, ihre Stimme voller Versprechen. — Aber wenn du eine ehrliche Bewertung willst… ja. Du warst *sehr* effektiv.
Rafael lachte gedämpft, sein Körper bebte leicht unter ihr. Er drehte sie mit einer sanften Bewegung auf den Rücken und hielt sie unter seinem Gewicht gefangen, die Unterarme zu beiden Seiten ihres Kopfes abgestützt. Das Laken rutschte herunter und enthüllte Lauras goldene Haut, noch immer hier und da von seinen Händen, ihren Nägeln, den flüchtigen Spuren eines Verlangens gezeichnet, das sich nicht mit nur einmal zufriedengeben wollte.
— Effektiv, ja? — wiederholte er, seine Lippen streiften ihr Ohr, während er sprach. — Dann verdiene ich wohl einen goldenen Stern auf meinem Personal-Trainer-Zertifikat.
Laura lachte, doch der Klang verwandelte sich in ein Seufzen, als seine Zähne ihr Ohrläppchen leicht knabberten. Sie bog unwillkürlich den Rücken durch, ihre Nägel gruben sich in seine breiten Schultern.
— Zwei Sterne — korrigierte sie, ihr Atem beschleunigte sich bereits wieder. — Und einen… *Bonus*.
Rafael hob den Kopf, seine dunklen Augen fixierten sie, ein langsames Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
— Einen Bonus, ja? — wiederholte er, seine Stimme tief und gefährlich. — Und was genau hast du dir vorgestellt?
Sie antwortete nicht sofort. Stattdessen ließ sie ihre Hände über seine Brust gleiten, spürte die definierten Muskeln unter seiner warmen Haut, die harten Brustwarzen, die sich in der kühlen Luft des Zimmers aufrichteten. Ihre Finger zeichneten einen absteigenden Pfad, umrundeten seinen Bauch, bis sie die feine Linie von Haaren fanden, die nach unten führte. Rafael atmete scharf ein, als sie ihn umfasste, bereits wieder hart, sein Glied pulsierte unter ihrer sanften Berührung.
— Ich dachte — murmelte Laura, ihre Lippen streiften seinen Hals, während sie sprach — dass das nächste Training… *doppelt so intensiv* sein sollte.
Rafael stöhnte, seine Hüften bewegten sich instinktiv gegen ihre Hand. Er fing ihren Mund in einem hungrigen Kuss ein, seine Hände erkundeten ihren Körper mit erneuter Dringlichkeit, als wären die Stunden, die sie miteinander verbracht hatten, nicht genug gewesen. Als er sich zurückzog, waren seine Augen dunkel vor Verlangen, sein Atem unregelmäßig.
— Doppelt so intensiv — wiederholte er, seine Stimme rau. — Das klingt gut.
Laura lächelte, ihre Finger schlossen sich leicht um ihn und entlockten ihm ein weiteres tiefes Stöhnen.
— Dann solltest du dich besser vorbereiten — flüsterte sie und zog ihn näher. — Denn ich habe nicht vor, es dir leicht zu machen.
Rafael brauchte keine weitere Aufforderung. Mit einer schnellen Bewegung drehte er sie auf den Bauch, seine Hände fest an ihren Hüften, zog sie auf die Knie, ihr Rücken bog sich, ihr Po hob sich. Laura stieß einen überraschten Laut aus, als sie spürte, wie sein Körper sich hinter ihrem ausrichtete, die Spitze seines Gliedes ihren feuchten, empfindlichen Eingang streifte. Sie stützte sich auf die Ellbogen, ihre Finger krallten sich in die Laken, ihr Atem ging bereits stoßweise vor Erwartung.
— Verdammt, Laura — murmelte Rafael, seine Stimme rau vor Verlangen. — Du bist perfekt so.
Sie antwortete nicht. Sie musste nicht. Ihr Körper sprach für sich – die Gänsehaut, die angespannten Muskeln, die Feuchtigkeit, die ihre Oberschenkel hinablief. Rafael beugte sich über sie, eine Hand stützte er neben ihrem Kopf auf die Matratze, die andere glitt über ihren Bauch, hinab, bis sie den Punkt fand, an dem sich ihre Körper treffen würden. Laura stöhnte, als seine Finger sie berührten, langsam, erkundend, als wollte er jede Kurve, jede Vertiefung auswendig lernen.
— Rafael… — flüsterte sie, sein Name eine Bitte und ein Versprechen zugleich.
Er ließ sie nicht warten. Mit einer sanften Bewegung drang er in sie ein, füllte sie vollständig aus, seine Hüften bewegten sich in einem langsamen, bedachten Rhythmus, als wollte er jede Empfindung verlängern. Laura bog den Rücken durch, ihre Stöhnen kamen im Takt seiner Stöße, ihr Körper reagierte instinktiv, suchte mehr, immer mehr.
— So ist es — murmelte Rafael, seine Stimme angespannt. — Komm noch einmal für mich.
Und sie gehorchte.
Seine Hände packten ihre Hüften fester, seine Stöße wurden schneller, tiefer, jede Bewegung entlockte ihr ein lauteres Stöhnen. Laura spürte, wie sich der Orgasmus in ihr aufbaute, eine langsame, unaufhaltsame Welle, die in ihren Zehenspitzen begann und sich durch ihren ganzen Körper ausbreitete, bis nichts mehr übrig blieb als das Gefühl von ihm in ihr, um sie herum, der sie auf jede erdenkliche Weise ausfüllte.
Als sie kam, war es mit einem erstickten Schrei in das Kissen, ihr Körper zitterte, ihre Muskeln zogen sich um ihn zusammen. Rafael hielt nicht inne, seine Hände fest an ihren Hüften, führte sie durch die Wellen der Lust, bis auch er den Höhepunkt erreichte, sich tief in ihr vergrub mit einem rauen Knurren, sein Körper bebte, als er sich in ihr ergoss.
Für einen langen Moment gab es nichts außer ihren keuchenden Atemzügen, den schweißnassen Körpern, die aneinandergepresst waren, dem Gefühl der Vollkommenheit, das sie umgab. Rafael beugte sich über sie, seine Lippen streiften ihren Nacken, seine Arme umschlossen sie fest, als wollte er sie nie loslassen.
— Doppelt so intensiv — murmelte er, seine Stimme noch immer von Befriedigung erfüllt. — Ich würde sagen, wir haben das Ziel erreicht.
Laura lachte leise, drehte den Kopf und küsste ihn, ihre weichen Lippen trafen seine in einer sanften Berührung.
— Und das nächste Training hat noch nicht einmal begonnen — erwiderte sie, ihre Augen funkelten vor Schalk.
Rafael lächelte, seine Finger zeichneten träge Muster auf ihren Rücken.
— Dann sollten wir uns besser ausruhen — murmelte er und zog sie näher, ihre Körper passten perfekt ineinander unter den Laken. — Denn morgen… morgen wird episch.
Laura schloss die Augen, ihr Körper entspannte sich an seinem, die Wärme von Rafaels Körper umhüllte sie wie eine Decke. Sie wusste, dass sie morgen wund sein würde, gezeichnet, auf eine Weise befriedigt, wie es kein einsames Training im Studio je hätte erreichen können.
Und zum ersten Mal seit langer Zeit konnte sie es kaum erwarten, dass der Morgen kam.